Pastor Klaus Leist: „Ich ziehe eine dankbare Bilanz“

Pastor Klaus Leist: „Ich ziehe eine dankbare Bilanz“

Mehr als 3000 Besucher sind zur Wendelinus-Wallfahrtswoche in die Basilika gepilgert. Pastor Klaus Leist zog am Dienstag bei der feierlichen Vesper und der anschließenden Verhüllung des Schreins eine dankbare Bilanz.

Gottesdienste, Gebete, ein Festvortrag und eine Kunstausstellung - all das gehörte zum Programm. Am Dienstag ist mit der Verhüllung des Schreins die Wendelinus-Wallfahrtswoche in der Kreisstadt zu Ende gegangen. Pastor Klaus Leist wagte während seiner Schlussworte zunächst den gedanklichen Sprung zum größten Volksfest der Welt, dem Münchner Oktoberfest. "5,9 Millionen Besucher, 7,7 Millionen Liter getrunkenes Bier, 568 geklaute Maßkrüge und 217 Polizeieinsätze", zählte er einige Fakten aus der Wiesn-Statistik auf. Wenn heutzutage irgendwo eine Bilanz gezogen würde, so begründete Leist den Exkurs, dann würde immer eine erfolgreiche Bilanz gezogen.

"Bei der Wallfahrtswoche will ich nicht von einer erfolgreichen Bilanz sprechen. Ich ziehe eine dankbare Bilanz", sagte der Pastor. Auch er schaue auf die Zahlen, denn es seien wunderbare Zahlen, doch viel wichtiger sei doch der vielfältige Zugang zu den Menschen gewesen. "In der Kunstausstellung haben Kinder einfache Zeichen gesetzt, die Menschen der Lebenshilfe haben ihre eigene Wendelin-Statue segnen lasse. Hinter allem, was in der Woche geschehen ist, stehen konkrete Menschen", betonte Leist.

Die vielen Menschen, die zusammengekommen waren, ergänzte er, hätten nur ein Ziel im Kopf gehabt: "Gott. Und das macht die Kirche aus". Nach erster Schätzung sind zwischen 3000 und 4000 Menschen zur Grabstätte des heiligen Wendelin in die Basilika gepilgert. Davon erlebten 800 den Festvortrag des Benediktinerpaters und Buchautors Anselm Grün .

Wer im kommenden Jahr den Festvortrag hält, ist noch unklar. "Wir haben ein paar Sachen im Kopf, sind aber noch nicht so weit", verkündete Pfarrgemeinderatsmitglied Anton Stier. Mehr Besucher als im Vorjahr hat Küster Hans-Werner Luther bei den Führungen in der Basilika registriert. "Jeden Tag waren es zwei Führungen. Eine Gruppe kam aus Fulda, dort gibt es auch eine Wendelinuskapelle", berichtete Küster Luther.

Anspruch für Pfarrei sei die Wallfahrtswoche weiterhin auf diesem Niveau zu halten. "Ich muss die Tage nun erst einmal sacken lassen und dann für mich reflektieren", sagte Pastor Leist abschließend.