Hoffen auf den zweiten Anlauf

Im vergangenen Jahr gab's viel Verdruss rund um die Kneipp-Anlage im Sulzbacher Park. Einiges wurde zerstört, die Anlage dichtgemacht. Doch nun schöpft der Kneipp-Verein neuen Mut und legt wieder los.

 Sabine Beck (l.) und Nicole Hoffmann mit Söhnchen Lars an dem neuen Schild in der Anlage, das auf klare Verhaltensregeln hinweist.
Sabine Beck (l.) und Nicole Hoffmann mit Söhnchen Lars an dem neuen Schild in der Anlage, das auf klare Verhaltensregeln hinweist.

Erst kam die Freude und dann die pure Ernüchterung: Nur wenige Wochen nach Einweihung der Kneipp-Anlage im Sulzbacher Stadtpark zu Anfang Juni vergangenen Jahres, konnte man das Resultat von roher Gewalt und Zerstörungswut in Augenschein nehmen. Rüdiger Eckel, der Vorsitzende des Kneipp-Vereins mit seinen aktuell 730 Mitgliedern, zeigte sich damals sehr enttäuscht über das, was hier passierte. Verunreinigungen der ekligen Art, die hat er noch zähneknirschend beseitigt: Jeden Tag sperrte der Polizeibeamte das eingefriedete Areal auf. Und am Abend fand er klebrige Essensreste, Zigarettenkippen, Socken und Unterhosen im und am Wassertretbecken. Damit nicht genug, stand eines Tages das Gelände unter Wasser, weil jemand meinte, den Überlauf am Armtauchbecken zerstören zu müssen. So ging das munter weiter, bis die Stadt Sulzbach, die dem Kneipp-Verein das schöne Geschenk gemacht hatte, einen Riegel vorschob - und das im wahrsten Sinne des Wortes. Die Anlage blieb seither für die Öffentlichkeit gesperrt.

Auf SZ-Anfrage jedoch teilte jetzt Rüdiger Eckel mit, dass man es diese Saison wieder probieren will. Anfang April gehen Armtauch- und Wassertretbecken wieder in Betrieb, allerdings wurden die Öffnungszeiten um eine Stunde verkürzt: Von 8 bis 19 Uhr ist das Gelände jetzt nutzbar.

Der baldigen Wiedereröffnung vorangegangen sind Überlegungen, wie man die Anlage wirksam schützen kann. Dabei erklärt Eckel, dass er von anderen Kneipp-Vereinen weiß, die die Öffnungszeiten drastisch reduzierten. Bei drei Stunden pro Tag sei es dann aber auch durchaus möglich, einen Aufpasser zu bezahlen, der Vandalismus verhindern kann. Dies sei eine Möglichkeit, bevor man auf der ganzen Linie resigniert und die Anlage für immer in den Wind schießt. Wenn sich also dieses Jahr die Zerstörungswut erneut Bahn brechen sollte.

Rüdiger Eckel machte am Freitag beim sonnigen Ortstermin auch noch ein bisschen Werbung für seine Vereinsaktivitäten. Eine ansprechende Broschüre hielt er in Händen. Darin ist übersichtlich das Jahresprogramm 2014 dargestellt. So wird es erstmals einen Pfarrer-Kneipp-Gedächtnistag am 20. Juli geben sowie Vortragsveranstaltungen und drei Fahrten für die Mitglieder.

Weil neben dem gesundheitlichen Aspekt selbstredend auch die Geselligkeit nicht zu kurz kommen darf. Wer dem Verein beitreten möchte, zahlt zwei Euro pro Monat.

Kontakt: Tel. 0157-81 73 34 45; E-Mail: info@kneippverein-sulzbach.de

www.kneippverein-

sulzbach.de