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Die Garantie für gute Organisation

Die Garantie für gute Organisation

Eisen. Wann alles angefangen hat, weiß eigentlich niemand mehr in der Gruppe der Ruheständler. Die Ursprünge sollen in die Zeit zurückgehen, als der Sportverein Eisen begann, seine Volkswanderungen zu organisieren. Das war vor 36 Jahren. Die arbeitseifrigen Männer waren schon damals als Helfer dabei, meist als Mitglied in einem Verein

Eisen. Wann alles angefangen hat, weiß eigentlich niemand mehr in der Gruppe der Ruheständler. Die Ursprünge sollen in die Zeit zurückgehen, als der Sportverein Eisen begann, seine Volkswanderungen zu organisieren. Das war vor 36 Jahren. Die arbeitseifrigen Männer waren schon damals als Helfer dabei, meist als Mitglied in einem Verein. Immerhin standen sie seinerzeit noch voll in ihrem Beruf und die Freizeit war knapp. Später fanden sie sich dann als Gruppe zusammen, weil sie im Ruhestand mehr Freiräume hatten. Das Helfen bei Veranstaltungen im Dorf hatten sie sich, ganz so wie früher, wieder auf ihre Fahnen geschrieben. Jetzt, im Rentenalter, blieb dafür natürlich viel mehr Zeit. Seit vielen Jahren treffen sich die Männer immer sonntagsabends zum Dämmerschoppen im Landhaus Malburg. Dort landet auch stets der Eisener Veranstaltungskalender auf dem Stammtisch. Er gibt den Ehrenamtlichen frühzeitig die Termine an, wenn sie gebraucht werden. Die Vereine brauchen im Grunde nicht bei ihnen anzufragen, ob sie wieder, wie im Jahr zuvor, bereit seien, mitzuhelfen. Das Team ist ganz einfach da, bringt seine Kenntnisse und Fähigkeiten ein und sorgt dafür, dass die Organisation nicht ins Schleudern gerät. Festzelte werden auf- und abgebaut, Wasseranschlüsse und elektrische Leitungen verlegt. Zum Weihnachtsmarkt bauen sie die Buden zusammen und fahren zur Kirmes und zur Fastnacht vielseitige Einsätze. Ruft die Feuerwehr, der Musikverein oder der Obst- und Gartenbauverein nach ihnen - die Dorfhelfer sind da. Die Stammmannschaft zählt zwischen acht und zehn Leuten. Bei Großveranstaltungen kommen doppelt so viele. Natürlich nehmen sie für die Einsätze kein Geld, die Ehrenamtlichkeit ist ihr oberstes Gebot. Organisiert ein Verein mal einen Helferabend, dann sind die Ruheständler allerdings dabei. Jeder hat seine AufgabeWas tun sie im einzelnen und wie sehen sie ihre Arbeit? Eckhard Jahn, 67: "Weil ich beinahe noch so fit bin wie der Turnvater Jahn kümmere ich mich um die technischen Dinge und habe schon viele Probleme lösen können, die aufgetreten sind." Klaus Mecklenburg, 67: "Ich bin seit zehn Jahren dabei. Als ehemaliger Schlosser liegen mir artverwandte Arbeiten natürlich am meisten." Werner Mett, 69: "Ich finde es schön, dass bei unseren Einsätzen jeder seine Ideen einbringen kann. Ich sorge in der Regel für das Material, angefangen von den Brettern bis zu den Bohlen." Dieter Lorenz, 64: "Als alter Feuerwehrmann habe ich schon oft mit einem Stück Draht Autos aufgemacht, wenn einmal ein Volkswanderer seinen Schlüssel im Fahrzeug stecken gelassen hat." Manfred Feis, 67: "Kameradschaft wird bei uns großgeschrieben. Haben wir mal einen schweren Tag gehabt, dann hilft die Kameradschaft über alles hinweg." Winfried Korb, 70: "Es macht großen Spaß, bei allen möglichen Gelegenheiten helfen zu können. Jeder ist einsatzbereit. Ich bleibe dabei, so lange es gesundheitlich geht." Ein wichtiger Mann ist auch Hans-Josef Haupenthal, der als Elektromeister bei den Festen den totalen Durchblick hat. Ortsvorsteher Edgar Lorig und sein Stellvertreter Klaus Welker sind nicht nur froh darüber, solch fleißige Bürger im Dorf zu haben. Sie packen selbst mit an und haben sich bisher als äußerst teamfähig erwiesen.