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Kunstvolle Umsetzung von realer Welt

Kunstvolle Umsetzung von realer Welt

Zur Ausstellung von Annelie Koob, Skulpturen und Objekte in Ton und Speckstein, Michael Koob, Fotografien , und Caroline Koob, Gemälde in Öl und Acryl, wird ins Hiwwelhaus Alsweiler eingeladen. An den Sonntagen, 22. und 29. Mai, sowie am Samstag 28. Mai, ist die Gemeinschaftsausstellung jeweils von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

Annelie Koob beschäftigt sich seit 1993 mit der Gestaltung von Skulpturen in Ton und Stein. Ihr Interesse gilt nicht nur dem Material sondern auch den Themen, die in ihre Arbeiten einfließen. Dabei steht der Mensch im Vordergrund mit allen Facetten des Menschseins.

Nachdem sie zunächst konkret-naturalistisch gearbeitet hat, ist sie später zu freieren Formen bis hin zur Abstraktion und eher expressiven Darstellungen übergegangen. Die Erprobung dieser Arbeitsweise und das Experimentieren mit dem formbaren Ton stellt für sie die größte Faszination dar und ist immer wieder aufs Neue eine große Herausforderung. Die Plastiken entstehen aus stark schamottierten Tonmassen, die Verformungen, Verschiebungen, Brüche und Risse zulassen.

Caroline Koob stellt zwei Gemäldeserien in Öl und Acryl aus, die sich jeweils Natur und Mensch zum Thema machen. Oft dienen private sowie gefundene Fotografien als Vorlagen, die aber nicht im fotorealistischen Stil umgesetzt, sondern in häufig ungewöhnlichen Farbkombinationen verfremdet und durch Auslassungen und nahezu abstrakte Flächen malerisch weiterentwickelt werden. Die Motive zerfallen auf diese Weise und wirken zugleich vertraut und fremd.

Michael Koob hingegen präsentiert Fotografien aus dem städtischen Raum, ohne dessen Bewohner zu zeigen. In der farbenfrohen und poppigen Serie "Florenz" war er Sammler eines auf der Reise entdeckten Phänomens: Die Leuchtreklame in der italienischen Stadt ist je nachdem von welcher Seite man sich ihr nähert, spiegelverkehrt. Daneben bieten uns in großem Format "Havanna" und "Monaco" eine Übersicht über weite Teile der jeweiligen Stadt, die so betrachtet eher einer bizarren Landschaft denn von Menschen bewohnten Orten gleichen.