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Das dringend benötigte Erfolgserlebnis

Das dringend benötigte Erfolgserlebnis

Die Oberliga-Handballerinnen der HSG Marpingen-Alsweiler besiegten in einer einseitigen Partie Schlusslicht HCS Saarbrücken mit 31:13. Christine Herrmann feierte mit einem 20-minütigen Auftritt ihre Heimpremiere im Tor.

Zwölf Minuten hielt Liga-Neuling HCS Saarbrücken mit, dann wurde die Oberliga-Partie für die Handballerinnen der HSG Marpingen-Alsweiler zum Spaziergang. "Nach drei Spielen ohne Sieg haben wir dieses Erfolgserlebnis gebraucht. Es war eine vernünftige Leistung, weil wir konzentriert geblieben sind", fasste Trainer Thorsten Hell das klare 31:13 am Samstagabend zusammen.

Eine Viertelstunde lang tat sich sein Team gegen den im Angriff sehr passiv agierenden Tabellenletzten noch schwer. Mit einer sich immer mehr steigernden Torhüterin Giulia Wilhelmi, die drei Siebenmeter abwehrte, setzten sich die Moskitos dann aber über das zwischenzeitliche 4:3 bis auf 10:5 ab. Hell gab danach Wilhelmi eine Pause und schickte Neuzugang Christine Herrmann bis zum Pausenpfiff zwischen die Pfosten. "Ich muss mich wieder ins regelmäßige Training und ins Tor reinfinden. Von der Mannschaft bin ich sehr gut aufgenommen worden", sagte die 27-jährige ehemalige Bundesliga-Torfrau des TV Beyeröhde nach der Partie. Mehr als zwei Jahre hat sie kein Handballspiel mehr bestritten und sich nur mit Joggingläufen fit gehalten. Zuletzt stand sie beim Drittligisten HSV Solingen-Gräfrath unter Vertrag.

Derzeit absolviert Herrmann im Saarland ihre Ausbildung als Polizistin, wo sie Moskitos-Spielerin Marie Kiefer kennenlernte. Und die verhaftete sie gleich für die HSG. "Marie hat mich gefragt, ob ich mal zum Training mitkommen möchte. Das kam mir eigentlich ganz recht", erzählte Herrmann. Gemeinsam mit Kreisläuferin Christine Lezaud, die nach einer Babypause zurückgekehrt ist, feierte sie ihr Comeback auf dem Spielfeld. "Damit haben wir auf die verletzungsbedingten Ausfälle von Torfrau Carina Kockler, Nadine Klein und Marie Kiefer reagieren können, um auch einen adäquaten Trainingsbetrieb zu gewährleisten", erklärte der erleichterte Moskitos-Manager Reimund Klein.

Mehr als im Training wurden die Moskitos auch im zweiten Abschnitt von den harmlosen Gästen nicht mehr gefordert. "In der ersten Hälfte haben wir drei Tore zu viel kassiert, fünf Gegentore nach dem Seitenwechsel gehen in Ordnung", urteilte Hell. Was ihm weniger gefiel, waren mehrere klare Torchancen, die seine Spielerinnen zu leichtfertig vergaben.

Durch den Heimerfolg belegen die Moskitos in der Tabelle mit 11:7 Punkten weiter Platz fünf. Am kommenden Sonntag, 17 Uhr, steht die Partie beim Liga-Achten SG Bretzenheim II an.

HSG-Tore: Steffi Schreier (7/1), Lisa Meier (5), Lara Hanslik, Denise Jung (je 4), Anna Bermann, Sara Urhahn, (je 3), Britta Buchholz, Carolin Wegmann (je 2), Nathalie Buschmann (1).