Bei der SG Marpingen läuft es auch ohne Braue

Bei der SG Marpingen läuft es auch ohne Braue

Die SG Marpingen-Urexweiler hat sich in der Landesliga zu einem Titelkandidaten gemausert. Vor dem Heimspiel am Sonntag gegen Tholey ist die SG Spitzenreiter – und das obwohl sie auf Trainer Oliver Braue verzichten muss.

Einen schweren Schock mussten Spieler und Verantwortliche der SG Marpingen-Urexweiler vor knapp vier Wochen verkraften. Nach dem 1:0-Sieg in der Landesliga Nord beim FC Wiesbach II brach Trainer Oliver Braue zusammen und musste mit einem Verschluss am Herzkranzgefäß ins Krankenhaus gebracht werden. Seitdem fehlt Braue auf der Bank der Spielgemeinschaft (wir berichteten). "Ich habe diese Woche noch mit Oliver telefoniert", berichtet Marpingens Spielausschuss-Vorsitzender Thomas Recktenwald. "Es geht ihm so weit gut, und wir sind optimistisch, dass er zeitnah auf die Bank zurückkehren kann. Wann das genau sein wird, diese Entscheidung überlassen wir ihm aber ganz alleine", erklärt Recktenwald weiter.

Recktenwald selbst ist seit dem Ausfall von Braue gemeinsam mit seinem - nicht verwandten und nicht verschwägerten - Namensvetter Thomas Recktenwald und Nico Kiefer als Interims-Trainer-Trio tätig. Und auch mit diesen Dreien hat die SG ihren Siegeszug in der Liga fortgesetzt. Marpingen-Urexweiler feierte seit dem Spiel in Wiesbach drei "Zu-Null-Erfolge" in Serie und ist vor dem Heimspiel an diesem Sonntag um 15 Uhr in Marpingen gegen Kellerkind SF Tholey Spitzenreiter.

Den Hauptgrund für den bislang guten Saisonverlauf (acht Siege, ein Unentschieden, eine Niederlage) sieht Recktenwald ganz klar in der Arbeit von Braue. Der hatte vor der Runde angekündigt, verstärkt Wert auf die Defensive zu legen. "Dieses Spielsystem hat die Mannschaft schon richtig gut verinnerlicht", freut sich Recktenwald. Erst sieben Gegentreffer musste der Spitzenreiter hinnehmen - Ligabestwert. "Zudem ist es Oliver gelungen, die Spieler aus Marpingen und Urexweiler schnell zu einer Einheit zusammenwachsen zu lassen", führt Recktenwald weiter aus. Die SG, bestehend aus dem FC Marpingen und dem SV Urexweiler, wurde ja vor dieser Runde erst neu gegründet.

Während die Defensive der SG schon sehr gut steht, gibt es in der Offensive noch Verbesserungsbedarf. Erst 14 Treffer hat Marpingen-Urexweiler erzielt. Zum Vergleich: Der Tabellenvorletzte SV Wustweiler (17 Tore) traf öfter als Marpingen-Urexweiler. "Dass wir keinen Gegner so richtig wegballern, war mir aber schon vor der Runde klar", erklärt Recktenwald. Beim FC Marpingen haperte es schon in der vergangenen Saison an der Kaltschnäuzigkeit vor der Hütte, und den SV Urexweiler haben einige torgefährliche Akteure verlassen.

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