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Einsätze von Polizei und Feuerwehr im Landkreis St. Wendel

Einsätze im Landkreis : Viel Arbeit für Polizei, Feuerwehr und Co.

Wie die Polizei mitteilt, seien die Fastnachts-Veranstaltungen im St. Wendeler Land ruhig verlaufen. Trotzdem hatten die Einsatzkräfte am Wochenende allerhand zu tun.

Ein völlig zerstörtes Auto haben Einsatzkräfte am Sonntagmorgen auf der Autobahn 1 vorgefunden. Der Fahrer hatte seinen Peugeot exakt auf der Leitplanke geparkt. Anschließend machte er sich aus dem Staub. Als die Rettungskräfte vor Ort eintrafen, fehlte von dem Bruchpiloten jede Spur.

Wie Feuerwehr-Sprecher Dirk Schäfer der Saarbrücker Zeitung mitteilt, erreichte die Leitstelle auf dem Saarbrücker Winterberg um 7.30 Uhr ein Notruf. Abgesetzt von einem Autofahrer, der auf der A 1 zwischen den Anschlussstellen Eppelborn und Tholey in Richtung Trier unterwegs war. Er erklärte, einen Unfall auf der Gegenspur beobachtet zu haben. „Da der Mann keine genaueren Angaben über die Fahrzeuginsassen und deren Situation treffen konnte, wurde Alarm für die Rettungskräfte mit unklarer Personenlage ausgelöst“, sagt Schäfer.

Als die ersten Einheiten an der Unglücksstelle eintrafen, fanden sie einen schwarzen Peugeot 206 CC, zugelassen im Regionalverband, vor. Dieser sei laut des Feuerwehr-Sprechers aus bisher unbekannten Gründen in einer leichten Linkskurve von der Fahrbahn abgekommen. Anschließend rutschte er eine Böschung entlang, zerstörte die Schutzplanken und den Wildzaun und kam nach rund 150 Metern auf der Leitplanke zum Stehen.

„Personen beziehungsweise Verletzte konnten allerdings nicht angetroffen werden“, sagt Schäfer. Die Einsatzkräfte hätten sofort die nähere Umgebung abgesucht. Jedoch ohne Erfolg. Feuerwehrmänner, die von der Unfallstelle abrückten, entdeckten aber in zirka zwei Kilometern Entfernung zwei Personen neben der Autobahn. Ein Polizei-Sprecher der Lebacher Inspektion bestätigt, dass nun ermittelt werde, inwiefern diese im Zusammenhang mit dem Unfall stehen.

„Die Feuerwehr sicherte die Einsatzstelle ab, stellte den Brandschutz sicher, klemmte die Fahrzeugbatterie ab und kontrollierte das Auto auf eventuell auslaufende Betriebsflüssigkeiten“, erläutert Schäfer abschließend. Der Einsatz für die Feuerwehr war nach rund einer Stunde beendet. Es sei zu keinen Beeinträchtigungen im Verkehr gekommen. Im Einsatz waren die Löschbezirke Bergweiler-Sotzweiler, Tholey, Hasborn-Dautweiler sowie Notarzt, Rettungswagen und die Polizei.

Ebenfalls ein Großaufgebot an Hilfskräften musste am Samstag an den Bostalsee ausrücken. Dort soll ein Fallschirmspringer um 14.55 Uhr in das eiskalte Gewässer gestürzt sein. Das hat jedenfalls ein Zeuge der Leitstelle in Saarbrücken gemeldet. An der Surferbasis angekommen, konnten die Rettungskräfte jedoch schnell Entwarnung geben. „Es handelte sich glücklicherweise lediglich um Luftballone, die am Ufer auf der Gonnesweiler Seeseite zu Boden gingen“, sagt Daniel Gisch, Sprecher der Feuerwehr der Gemeinde Nohfelden.

Nach 45 Minuten sei der Einsatz daher auch schon wieder beendet gewesen. Die Feuerwehr (Löschbezirke Nohfelden, Bosen-Eckelhausen, Gonnesweiler und Oberthal-Gronig), die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft, der Rettungshubschrauber, der Rettungswagen aus Türkismühle und ein Streifenwagen der Polizeiinspektion Nordsaarland konnten wieder unverrichteter Dinge abrücken.

Bei einem Vorfall in Werschweiler sah das hingegen ganz anders aus. Dort musste die Feuerwehr ein illegal abgeladenes Altölfass entsorgen. Wie ein Sprecher der St. Wenderler Polizeiinspektion berichtet, hatte ein Spaziergänger am Samstagnachmittag Alarm geschlagen. Er war an der Landstraße 131 zwischen Werschweiler und der Landesgrenze in Höhe Grube Labach unterwegs und hatte dort auf der Wiese ein 120 Liter Fass mit Altöl entdeckt. Teilweise sei daraus bereits Altöl ausgetreten und ins Erdreich eingesickert. Ein Strafverfahren gegen Unbekannt wurde eingeleitet. Die Polizei sucht nach Zeugen, die Hinweise auf den Täter geben können.

Auch von den Ganoven, die in der Nacht auf Sonntag auf dem Gelände des FC Niederlinxweiler ihr Unwesen getrieben haben, fehlt bislang jede Spur. Die Randalierer haben laut Polizeiangaben diverse Sachbeschädigungen begangen. So hätten sie etwa einen Mülleimer aus der Verankerung gerissen sowie mehrere Kunststoffstühle und Bänke beschädigt. Auch hier ermittelt die Polizei weiter.

Am Sonntagmorgen haben Einsatzkräfte diesen verlassenen Unfallwagen auf der Autobahn 1 vorgefunden. Foto: Dirk Schäfer

Doch obwohl Polizei, Feuerwehr und Co. am Wochenende allerhand zu tun hatten, hat Hauptkommissar Christian Ley auch gute Nachrichten: Die Fastnacht sei im St. Wendeler Land relativ ruhig und friedlich verlaufen. Auf den Umzügen in Alsweiler und Tholey hätte es keinerlei Probleme gegeben. Und auch in St. Wendel waren der Polizei bis Redaktionsschluss noch keine Vorfälle bekannt.