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„Lukullus“ in Wallerfangen weicht Edeka

„Lukullus“ in Wallerfangen weicht Edeka

Ab Oktober soll im Wallerfanger Ortszentrum ein Edeka-Markt gebaut werden. Standort ist das Gelände der ehemaligen Fleischwarenfabrik „Lukullus“. Den Bebauungsplan hat der Gemeinderat nun beschlossen.

Für einen Edeka-Markt in Wallerfangen hat der Gemeinderat am Donnerstag einstimmig den vorhabenbezogenen Bebauungsplan beschlossen sowie den notwendigen Durchführungsvertrag. Mit enthalten sind ein Drogeriemarkt sowie eine neue Zu- und Abfahrt im Bereich Haupt- und Hospitalstraße. Dort soll künftig ein Kreisel den reibungsfreien Verkehrsfluss sichern.

Standort des neuen Marktes soll auf dem Gelände der ehemaligen Fleischwarenfabrik "Lukullus" sein. Dort verschwinden dann die zerfallenden Gebäude im Bereich der Saar- und Gartenstraße sowie der Wallstraße.

Bereits vor einer Woche hatten der Ortsrat sowie der Ausschuss für Bau, Vergabe, Natur, Umwelt und Planung geschlossen zugestimmt. Grundlegendes zur Planung stellte Projektleiter Detlev Mengler dar. Geöffnet sei der Markt von sieben bis 20 Uhr. Man rechne pro Tag mit etwa 1000 Kunden für den Edeka-Markt, bei einem Fahrzeugaufkommen von circa 600 bis 700 Autos. Der Parkplatz sehe bis zu 120 Stellflächen vor. Die Verkaufsfläche betrage um die 1500 Quadratmeter für bis zu 16 000 Artikel.

Uwe Schatto von Edeka hatte im Ortsrat erklärt, dass es auch eine Bäckerei geben werde sowie Theken mit Wurst- und Fleischwaren, Käse und Fisch. Der Edeka-Markt sei ein klassischer Vollsortimenter, Produkte wie beispielsweise Rasenmäher gebe es dort nicht. Edeka miete das Objekt vom Investor, so Schatto, und verpachte es weiter. Dadurch werde dies ein selbstständiger Einzelhandel, die Gewerbesteuer bleibe im Ort. Der Markt biete zwischen 30 und 35 Personen Arbeit, je nach Einteilung in Voll- oder Teilzeit. Außerdem sei ein Drogeriemarkt in der Diskussion, sagte Mengler, auf einer Verkaufsfläche von etwa 700 Quadratmetern. Es gebe derzeit noch keinen Vertrag, ein vormals angedachtes Bekleidungsgeschäft entstehe nicht. "Sieben bis acht Monate", sagte Mengler zur Bauzeit. Spiele die Witterung mit, könne die Fertigstellung im zweiten Quartal 2015 erfolgen. Die Belange der Nachbarschaft werde man dabei berücksichtigen, beispielsweise in Fragen des Schallschutzes. Die Beschlüsse des Gemeinderates werden im Nachrichtenblatt bekannt gemacht, die Planung kann dann im Rathaus eingesehen werden.