Der Kreisel wird teurer

Der Rat beschließt, die Bürger rätseln: Den wenigen Zuhörern im Wallerfanger Gemeinderat fehlten in der jüngsten Sitzung wesentliche Informationen zum geplanten Edeka-Markt. Diskutiert wurden 90 000 Euro Mehrkosten für den Kreisel und markante Änderungen am Bebauungsplan.

Der Kreisel im Bereich Hauptstraße-Hospitalstraße in der Wallerfanger Ortsmitte wird bald gebaut. Dafür beschloss der Gemeinderat Wallerfangen am Donnerstag einstimmig die Vergabe in Höhe von 380 310, 91 Euro. Die Kostensteigerung von rund 90 000 Euro erläuterte die Verwaltung auf Anfrage: Der Kreisel werde zwar von der Gemeinde gebaut, er liege aber auf einer Landstraße (L 170). Dafür sei der Landesbetrieb für Straßenbau, LfS, zuständig. Der übernehme später den Kreisel in seine Baulast und könne deshalb auch Forderungen stellen. Dazu gehöre, dass es keine Leitungen im Bereich des Kreisels geben soll. Denn was heute noch unter Gehwegen liegt, befände sich später teilweise unter dem neuen Kreisel. Dadurch drohten bei größeren Reparaturen an Wasserleitungen sowie Kabeln jedes Mal Sperrungen. Diese Leitungen zu verlegen koste rund 90 000 Euro mehr, was die Gemeinde als Bauausführende zu tragen habe.

Damit liegt ihr Anteil an den geplanten Baukosten bei 142 000 Euro. Der Investor trägt wie bisher 150 000 Euro bei, das Land fördert den Kreiselbau mit 88 000 Euro. Ebenfalls einstimmig erfolgten die Beschlüsse zum Durchführungsvertrag sowie der Änderung des Bebauungsplanes. Dazu gehört, dass die rund 50 Meter lange Zufahrt zum Edeka-Markt im Bereich Kreisel etwas nach Norden verschoben wird. Außerdem entfallen der ursprünglich geplante Textilmarkt sowie Drogeriemarkt beiderseits der Zufahrt. Es wird also nicht, wie ursprünglich geplant, ein Einkaufszentrum entstehen.

Der Edeka-Markt selbst wird am Standort des ehemaligen Lukullus-Gebäudes gebaut, zwischen Wallstraße, Gartenstraße sowie Saarstraße. "Wir haben seit Mai 2014 alle wesentlichen Grundstücke gesichert", teilte Investor Detlev Mengler in der Ratssitzung mit. Die Aufträge für Abbruch und Arbeiten würden innerhalb der nächsten acht Tage vergeben.