| 20:17 Uhr

Deborah Sasson sorgt für Glamour

Eppelborn. Als Thomas Bost, Leiter des Vokalkreises Wiesbach, am Donnerstagabend in der Pause durch den Saal des Big Eppel geht, kann er seine Rührung kaum verbergen, ein Lächeln huscht über sein Gesicht

Eppelborn. Als Thomas Bost, Leiter des Vokalkreises Wiesbach, am Donnerstagabend in der Pause durch den Saal des Big Eppel geht, kann er seine Rührung kaum verbergen, ein Lächeln huscht über sein Gesicht.


Gerade noch hat er auf der Bühne Hand in Hand mit Deborah Sasson den wohlverdienten Applaus zum ersten Teil des Konzerts abgeholt und nun heißt es, sich sammeln, um auch den zweiten Teil, der von seinem Chor eröffnet wird, gut zu meistern. "Trotz der sehr kurzen Probephase hat alles sehr gut geklappt und ich bin sehr zufrieden", erklärt er.

Im November, als Deborah Sasson recht kurzfristig ihr Gastspiel in Eppelborn einschob, kam die Anfrage, ob ein regionaler Chor Lust hätte, das Konzert musikalisch zu unterstützen, erinnert sich der Chorleiter. "Und egal, wie kurz die Vorbereitungszeit ist und wie sehr wir noch mit den Adventskonzerten beschäftigt waren, diese Gelegenheit wollten wir uns nicht entgehen lassen", erzählt Bost. Die Zusammenarbeit mit dem Weltstar mache sehr viel Spaß, "und die drei Musiker haben absolut keine Starallüren, alles läuft ganz harmonisch", beteuert Bost.



Deborah Sasson ist dafür bekannt, die Zuhörerschar mit Musik aus den unterschiedlichsten Stilrichtungen zu begeistern. Ob Opernarien oder Popsongs, das Publikum bedankte sich mit lang anhaltendem Beifall für das abwechslungsreiche Programm für Ohren und Augen. Die beiden Roben der Sopranistin in Schwarz und Gold sorgten im Big Eppel für mächtig Glamour, ihre Stimmgewalt für Gänsehaut bei der Zuhörerschar.

Ansteckend war aber auch ihre gute Laune, die sie von der Bühne aus in den großen Konzertsaal versprühte. Vor allem bei den Musical-Medleys begeisterte sie ihre Fans mit ihrem mitreißenden Gesang. Und so manchem Herrn wurde es vielleicht ein wenig heiß, als die Sopranistin bei "Carmen" die Bühne verließ und mit einer roten Rose und verführerischem Charme den direkten Kontakt zur ersten Reihe suchte. Hörens- und sehenswert zeigte sich der Weltstar im Duett mit Peter Moss, der neben der Gitarre auch die Gesamtleitung inne hat. Am Flügel bewies Ivan Urwalow, Tschaikowsky-Preisträger, große Virtuosität. Er ist weitaus mehr als ein musikalischer Begleiter der Sopranistin.

Seine Arbeit als Hintergrundchor, aber auch bei eigenen Stücken hat der Vokalkreis Wiesbach sehr gut gemeistert. Die Sänger erhielten vor allem für die Interpretation von "Gabriellas Song" viel Beifall vom Publikum, das einen abwechslungsreichen Konzertabend, der zugleich Auftakt einer Reihe von Veranstaltungen im Big Eppel war, genoss. cim