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Das Kreuz kehrt zum Dorfbrunnen zurück

Das Kreuz kehrt zum Dorfbrunnen zurück

Kürzlich hat der Überrother Steinmetz und Restaurator Edwin Reis das vor zehn Jahren zerbrochene Erinnerungskreuz an den früheren Rümmelbacher Bürger Jacob Hofman in seiner alten Form wieder hergestellt und neben dem Brunnen des 80-Seelen-Dorf aufgestellt.

Die Idee zur Rettung des fast schon verloren geglaubten Kreuzes stammt von der heimatgeschichtlichen Initiativgruppe "Unser Niedersaubach". Deren Sprecher Lothar Schmidt begründet den Aufwand der Wiederherstellung: "Es war unsere Herzensangelegenheit, das Kreuz wieder an seinem früheren Standort im Bereich des Dorfbrunnens zu errichten. Als ältestes und wertvollstes Zeugnis aus früheren Jahren gebührt ihm ein hervorragender Platz im Ort." Zudem, so betont er, sei für ihn persönlich auch der Heimatgedanke wichtig. Heimat sei seiner Meinung nach auch da, wo die Vorfahren wirkten.

Nach der Arbeit von Edwin Reis , steht das von den Heimatkundlern als "Napoleonkreuz" bezeichnete Kleindenkmal wieder an dem Platz, wo es vor Jahren bei Bauarbeiten in mehrere Teile zerbrach und danach in Vergessenheit geriet. Der Rümmelbacher Bürger Hans Freichel stellte beim ersten Anblick des erneuerten Kreuzes fest: "Es ist ein Denkmal in schlichter und ergreifender Schönheit entstanden." Aus der Inschrift "Jacob Hofman von Rimelbach - 1809" ist herauszulesen, dass die ursprüngliche Errichtung auf die Zeit der napoleonischen Kriege zurückgeht. Hofman, der Rümmelbacher Bürger aus "Scheppes Haus" fiel vermutlich als Soldat der französischen Armee während der Feldzüge Napoleons gegen Spanien und Österreich. Laut der Niedersaubach-Rümmelbacher Chronik, ließen die Eltern des gefallenen Soldaten ein Gedenkkreuz an der Hauptstraße in der Nähe ihres Hauses errichten. Vermutlich beim Bau der Verbindungsstraße von Niedersaubach nach Gresaubach in den 1920er Jahren wurde es von seinem ursprünglichen Standort in die Ortsmitte neben den Dorfbrunnen umgesetzt. Das Geburtshaus von Hofman, im Volksmund "Scheppes Haus" genannt, wurde zum Bedauern der Heimatkundler vor zwei Jahren wegen Baufälligkeit abgerissen.

Die Kosten der Restaurierung des Napoleonkreuzes konnten mit Mitteln der Heimatkundler und einem Zuschuss von Saartoto bezahlt werden.