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Differter Bürgerwerkstatt sucht Verstärkung

Serie Bürgerwerkstätten : Differter Bürgerwerkstatt sucht Verstärkung

Die Mitglieder der Differter Bürgerwerkstatt haben schon viel erreicht. Für ihre neuen Projekte würden sie sich über Nachwuchs freuen.

„Pandemie-bedingt können wir große Projekte momentan nicht angehen, da wir immer nur in ganz kleinen Gruppierungen oder allein arbeiten“, erzählt Stefan Lorson, Differtens Ortsvorsteher und Mitglied der Bürgerwerkstatt. Acht Anwohner engagieren sich ehrenamtlich im Ort. „In Differten leben rund 3500 Menschen. Wir hatten 16 Helfer bei der Gründung im Jahr 2018, allerdings hat die Zahl der Helfer bis heute abgenommen. Über ein fleißiges Paar Hände mehr würden wir uns sehr freuen“, sagt Lorson.

Für den 60-Jährigen gibt es noch einige Projekte, die in Frage kämen. „Zuletzt haben wir zwei Verteilerkästen von der Telekom im Ort bunt bemalt und verschönert.

Außerdem haben wir hier am Ortsausgang in Richtung Friedrichweiler ein Mahnmal des Friedens neugestaltet. Dafür wurde erstmal zurückgebaut, bevor wir mit dem Neuaufbau starten konnten. Die Seiten sind nun gemauert und das Beet in der Mitte ist bunt bepflanzt. Die Pflanzen haben wir alle selbst großgezogen“, erzählt Reinhart Bohnenberger, Mitglied der Bürgerwerkstatt.

Das Flurkreuz in den Espen auf dem Scheitelpunkt des Mühlenbergs zwischen den Kirchdörfern Differten und Friedrichweiler der gemeinsamen Katholischen Pfarrgemeinde Sankt Gangolf Differten ist eine bleibende Erinnerung an das Marianische Jahr 1953/1954. Seine Entstehung verdankt es dem Versprechen der Differter Kriegsheimkehrer Andreas Stark, Johann Herrmann, Michel Bersal und Georg Hirtz, der Gottesmutter Maria zum Dank für die glückliche Überwindung von Krieg, Not und Gefangenschaft ein Denkmal zu setzen auf einem Grundstückszipfel, der einst Georg Hirtz gehört hat.

„Der kreisrunde Betondeckel, auf dem der Marien-Bildstock errichtet wurde, verdeckt einen der beiden Einmannbunker, die an dieser Stelle während des Zweiten Weltkriegs, Soldaten als Splitterschutz dienten.

Der Platz auf einer ehemaligen Bunkeranlage als ein Ort beständiger Mahnung an das Geschenk des Friedens ist bewusst gewählt worden“, sagt der Ortsvorsteher. Nun soll die Tafel mit den Infos im neuen Licht erstrahlen.

„Um die Bewässerung des Blumenbeetes kümmern sich Anwohner, die in unmittelbarer Nähe wohnen.

Denn einen direkten Wasseranschluss haben wir hier nicht. Oft helfen meine Kinder bereits bei den Arbeiten mit. So lernen sie auf spielerische Art und Weise, dass ehrenamtliche Arbeit und das Helfen wichtig ist“, erzählt Mitglied Petra Greiber.

Einen festen Tag für Treffen gibt es für die Ehrenamtlichen in Differten nicht. „Wir haben eine Whatsapp-Gruppe und kommunizieren in Zeiten des Corona-Virus sehr viel digital. Trotzdem hält uns das zusammen“, sagt Greiber.