Von gesperrten Brücken und viel Sport

Von gesperrten Brücken und viel Sport

Gesperrte Brücken, sportliche Veranstaltungen und bürgerfreie Ratssitzungen haben das Jahr 2016 in Bous geprägt. Dazu kamen unter anderen ein Bürgermeister aus Mali, die Umzäunung der evangelischen Kirche und Zwillinge für das Bouser Oktoberfest.

"Es tut sich was bei Bouser Brücken", titelten wir am 23. Januar 2016. Und meinten den Neubau der Fußgängerbrücke über den Bommersbach nahe Fischerhütte sowie die bevorstehende Sanierung der Brücke in der Hohlstraße. Unerwartet kam dann Mitte des Jahres die Schließung der Brücke "Pulvermühle".

Im Juni wurde die schmale Eisenbahnbrücke zur Pulvermühle für Autos dauerhaft gesperrt. Auf der westlichen Seite wohnen etwa ein Dutzend Personen. Die müssen seither an der Kläranlage vorbeifahren und weiter über den Leinpfad an der Saar.

Als das wertvollste Kulturdenkmal von Bous gilt das so genannte Armseelenkreuz. Komplett restauriert wurde es im Februar an einem neuen Standort im östlichen Teil des Friedhofes aufgestellt. Im ersten Quartal schloss das Bouser Jugendzentrum nach etwas mehr als einem Jahr die Türen. Mangels Interesse junger Leute ist es seitdem auf Nachfrage von Bouser Vereinen und Gruppen nutzbar.

Ende März ging in Bous das Modellprojekt "Bewegungs- und Sportkette Saar" an den Start. In Kooperation mit dem Landessportverband Saar sollen Kinder schon früh für Bewegung begeistert werden. Wenig später wurde die Gemeinde Mitglied des Demenz-Netzwerkes Saarlouis. Dazu wurde eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Im Juni öffnete die Verbraucherberatung einen Standort in Bous . In Zusammenarbeit mit dem Energieeffizienznetzwerk Saarlouis finden seither Energieberatungen statt.

Als sportlicher Höhepunkt erwies sich im März der 1. Cross-Duathlon des TV Bous . Bei 250 Teilnehmern holten Svenja Thös und Sammy Schu die Landestitel. Im Mai fand die 6. Bouser Maisause mit kuriosen Flitzern und buntem Programm statt. Bei den IWAS World Games, der größten internationalen Veranstaltung im Behindertensport, gewann im Juli in Prag die Bouserin Klara Weh eine Bronzemedaille.

Einen Seniorenberater bekam Bous im Mai: Hans-Walter Seidel. Erstmals Gast in Bous war im Juni Youssouf Traoré, Bürgermeister der Partnerstadt Koulikoro in Mali. Anlass war die Unterzeichnung der neuen Partnerschafts-Charta.

Im August bestätigte die Pressestelle der Deutschen Bahn in Frankfurt, dass der Bouser Bahnsteig einen behindertengerechten Zugang bekomme. Allerdings werde wohl "frühestens 2019 mit den Baumaßnahmen begonnen". Das 12. Bouser Oktoberfest war erneut ein Besuchermagnet. Als neue "Madeln" wurden im August die damals 28-jährigen Zwillinge Anna und Lisa Klee vorgestellt.

Für warme Räume im Bouser Rathaus sorgt mittlerweile eine neue Heizungsanlage. Denn Anfang 2016 war die alte Technik endgültig ausgefallen. Seit 130 Jahren ist das Stahlwerk sowohl Arbeitgeber in Bous wie auch ein Symbol der industriellen Entwicklung. Im September feierte das Werk seinen Geburtstag.

Ein Zaun umgibt seit November die evangelische Kirche. Grund dafür waren Verschmutzungen und Beschädigungen, die auch mit Sicherheitspersonal nicht mehr zu bewältigen waren.

Im Doppel trat das Oktoberfest-Madel in Bous an: das Zwillingspaar Anna (links) und Lisa Klee aus Bous.

So gut wie bürgerfrei sind in der Regel Sitzungen des Bouser Gemeinderates. Im Dezember kündigte einer der letzten regelmäßigen Besucher seinen Abschied an - bei verhaltenem Interesse des Rates.