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Wenn der Notfall eintritt
Notruf-112-Annahme versteht die Sprachen Europas

 Rafael Mailänder, Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehren im Regionalverband 	  Foto: Becker und Bredel
Rafael Mailänder, Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehren im Regionalverband  Foto: Becker und Bredel FOTO: BeckerBredel
Saarbücken. (red) Die Notrufnummer 112 gilt in allen Staaten der Europäischen Union und zudem in weiteren Ländern wie Türkei, Schweiz, Serbien, Island, Liechtenstein oder Norwegen. Darauf machen die Feuerwehren im Saarland zum heutigen „Europäischen Notruftag“ aufmerksam.

Immer mehr Mitarbeiter, die in den Leitstellen den Notruf entgegennähmen, seien geschult und sollten in der Lage sein, auch in anderen Sprachen den Notruf zu bearbeiten, erklärte Rafael Mailänder, Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehren im Regionalverband Saarbrücken.


Der europaweit einheitliche Notruf 112 könne von jedem Telefon aus gewählt werden – mit einem Handy auch ohne Netzvertrag, ohne Guthaben und meist sogar ohne Sim-Card. Für den Fall, dass versehentlich die 112 gewählt wurde, rät Mailänder, nicht direkt aufzulegen. Denn dann müsse erst recht von einem Notfall ausgegangen werden, und der Anrufer werde zunächst zurückgerufen. Melde sich dann jedoch niemand mehr, müsse die Herkunft des Anrufs ermittelt werden und die Rettungsdienste rückten aus. Mailänders Tipp in Notfällen: „Aufregung und Anspannung sind bei einem Notfallanruf normal, deshalb sollte man Rückfragen abwarten und erst auflegen, wenn dies deutlich gesagt wird.“