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Bomben stoppen Landesgartenschau

Landau. Das war's mit 2014: Die rheinland-pfälzische Landesgartenschau in Landau wird nach Bombenfunden um ein Jahr verschoben. Die Veranstalter sind froh, nun mehr Zeit zu haben. Denn die Bauarbeiten sind im Verzug. dpa

Die Landesgartenschau in Landau soll nach mehreren Bombenfunden auf dem Gelände um ein Jahr auf 2015 verschoben werden. Stadt und Land hätten die Verschiebung beantragt; die formale Entscheidung falle spätestens auf der Ministerratssitzung im August, teilte das Umweltministerium gestern mit. "Aufgrund der Bombenfunde und der Untersuchungen, die jetzt notwendig sind, bleibt uns schlichtweg nichts anderes übrig", sagte der Geschäftsführer der Landesgartenschau Landau 2014 gGmbH, Matthias Schmauder.

Seit 2010 waren auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne Estienne et Foch fünf Bomben entdeckt und entschärft worden. Die Tiefbauarbeiten wurden im Juli aus Sicherheitsgründen teilweise eingestellt. Derzeit nimmt eine Fachfirma das Gebiet mit Spezialgeräten genauer unter die Lupe. Inzwischen liegt ein Konzept zur Untersuchung des Gartenschaugeländes vor, das mehr als 100 Arbeitstage vorsieht.

Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne) erklärte, angesichts dessen lasse sich der ursprüngliche Eröffnungstermin am 17. April 2014 nicht aufrechterhalten. "Sicherheit und Arbeitsschutz gehen vor. Da werden wir keine Kompromisse eingehen", betonte sie. Nach Angaben von Schmauder haben die aktuellen Untersuchungen des Geländes bislang keine neuen Bombenfunde ergeben. Gefunden werde lediglich eher ungefährliche Munition aus dem Zweiten Weltkrieg. Wenn das Kabinett der Verschiebung zustimme, werde als neuer Eröffnungstermin der 17. April 2015 anvisiert. Die Verschiebung habe auch "enorme Vorteile", so Schmauder. So werde mehr Zeit für die Vorbereitung gewonnen. Durch die Absuchung des Geländes würden die Bauarbeiten derzeit massiv behindert, für weitere Arbeiten seien jeweils Abstimmungen mit dem Kampfmittelräumdienst nötig. Zum anderen könne die städtebauliche Entwicklung bis 2015 einen ganz anderen Schub bekommen. "Die Gartenschau wird sich letztendlich noch besser darstellen", so Schmauder.