Kaffee, Klatsch und Kindersachen

Der Wackenberg hat einen neuen Treffpunkt. Im Tauschladen gibt es Gebrauchsgegenstände gegen eine Spende. Wichtig ist den Organisatoren aber vor allem der Plausch unter den Besuchern des Ladens.

Als "Laden" hat die Pädagogisch-Soziale Aktionsgemeinschaft (Pädsak) am Dienstag ihr neues Projekt am Lehmkaulweg auf dem Wackenberg vorgestellt. ",Laden' ist allerdings nur ein Arbeitstitel, ‚Kaffee , Klatsch und Krempel' würde es eigentlich besser treffen", erklärt Reinhard Schmid von der Pädsak. Es gehe zwar zunächst darum, Bedürfnisse zu erfüllen, aber schließlich auch darum, sich zu treffen und zu unterhalten.

In den Regalen liegen vor allem Baby- und Kindersachen sowie einige Spiele. Preise sind daran nicht zu finden. Warum, das erklärt Pädsak-Mitarbeiterin Jutta Knauf: "Es handelt sich um Sachspenden". Man könne und dürfe im Laden nichts verkaufen. Man sei aber dankbar für freiwillige Spenden, um die Nebenkosten für den Laden zu decken.

Und weil die Kommunikation dort ja zweiter wichtiger Zweck ist, sei der Tisch, auf dem es zur Eröffnung Kaffee , Erfrischungen und Kuchen gab, genau so wichtig, wie die Regale. Denn auch auf dem Wackenberg gilt: Am besten quatscht es sich beim Essen und Trinken.

Die Räume selbst stellt die Saarbrücker gemeinnützige Siedlungsgesellschaft (SGS) mietfrei. Deren Geschäftsführer Radu Gurau gratulierte ebenfalls zur Neueröffnung im auffallenden Flachbau mit der orange-roten Farbe und der Hausnummer 52b. Entstanden sei die Idee, so Knauf, bei den regelmäßigen Treffen am ersten Dienstag im Monat. Und diese Treffen laufen eben unter dem Motto "Kaffee , Klatsch und Krempel."

Bleibt noch die Frage zu beantworten, wer denn das Personal des Tauschladens, derzeit zwei Frauen, bezahlt. Dazu Schmid: "Das schaffen wir in Zusammenarbeit mit der Stiftung Childguard." Die Stiftung sitzt in Alt-Saarbrücken. Ihr Zweck ist es, Geld unter anderem für die Alten- und Jugendhilfe zu beschaffen.

Neben der SGS und der Stiftung Childguard gehört wohl bald der Bezirksrat Mitte um Bezirksbürgermeisterin Christa Piper zu den Unterstützern des Wackenberg-Lädchens. Piper sagt, sie sehe im Bezirksrat gute Aussichten für ein Ja zu einem Zuschuss bei der Ladenausstattung. Lobend sagt sie: "Dass eine solche Idee auf dem Wackenberg auf fruchtbaren Boden fällt, ist doch klar."

Abschließend regt Piper an, den Projektnamen "Kaffee , Klatsch und Krempel" um ein Synonym für Klatsch zu erweitern: "In Hamburg, wo ich herkomme, sagt man klönen."