Hirschkäfer landete auf Terrasse der Familie Frohmann

Hirschkäfer landete auf Terrasse der Familie Frohmann

Riegelsberg. Über einen seltenen Besuch durfte sich dieser Tage die Riegelsberger Familie Frohmann freuen. Ein stattlicher Vertreter der Gattung Hirschkäfer - auch Hornschröter, Feuerschröter oder Donnerguggi genannt - machte ihr in der Rathausstraße seine Aufwartung. Der Hirschkäfer gehört zu den größten und auffälligsten Käfern in Europa

Riegelsberg. Über einen seltenen Besuch durfte sich dieser Tage die Riegelsberger Familie Frohmann freuen. Ein stattlicher Vertreter der Gattung Hirschkäfer - auch Hornschröter, Feuerschröter oder Donnerguggi genannt - machte ihr in der Rathausstraße seine Aufwartung. Der Hirschkäfer gehört zu den größten und auffälligsten Käfern in Europa. Die Männchen werden bis zu acht Zentimeter groß und sind durch ihre geweihartig vergrößerten Oberkiefer erkennbar. In Deutschland steht der Hirschkäfer auf der Roten Liste und gilt als stark gefährdet."Er kam zu uns auf die Terrasse geflogen, als ob er dort zu Hause wäre. Wir haben schon seit vielen Jahren im Mai und Juni immer wieder einen gesehen, nahe bei uns vorbeifliegen. Und jetzt hat uns mal einer direkt besucht. Wir waren davon hellauf begeistert", freute sich Erika Frohmann. Sie ist sehr froh darüber, dass der Hirschkäfer noch nicht ausgestorben ist. "Als Kinder haben wir viele im nahen Wald gesehen. Aber heute ist es eine besondere Freude, den größten und imposantesten Käfer Mitteleuropas mal wieder auf der Terrasse zu finden", sagte Erika Frohmann, die wie ihr Mann Erich im Obst- und Gartenbauverein Riegelsberg-Buchschachen engagiert ist.

Deshalb gibt sie Gartenfreunden auch den Rat: "Zum Überleben und um sich zu vermehren, brauchen Hirschkäfer verrottendes Holz. Die Larven leben bis zu fünf, sechs Jahre in faulen alten Baumstümpfen. Deshalb sollte man seinen Garten nicht allzu sehr aufräumen und auch ein bisschen altes Holz in einer Ecke liegen lassen." dg