Freibad-Fans sind hart im Nehmen

Riegelsberg. "Schön, angenehm, prima", rufen Silvia und Dietmar Meyer über den Beckenrand. Als um 11 Uhr das Riegelsberger Freibad offizell aufmacht, ziehen die beiden begeisterten Schwimmer bereits emsig ihre Bahnen. Auch die Teenies Carolin, Janine, Pia und Magdalena planschen schon im Wasser. "Wenn man länger drin ist, geht's", versichern sie

Riegelsberg. "Schön, angenehm, prima", rufen Silvia und Dietmar Meyer über den Beckenrand. Als um 11 Uhr das Riegelsberger Freibad offizell aufmacht, ziehen die beiden begeisterten Schwimmer bereits emsig ihre Bahnen. Auch die Teenies Carolin, Janine, Pia und Magdalena planschen schon im Wasser. "Wenn man länger drin ist, geht's", versichern sie. Jeden Tag wollen sie herkommen. Die ganze Saison über. "Das Wasser, die Wiese, man kann hier Freunde treffen und gut chillen", zählen sie als Beweggründe auf. Dann geht's mit einem Salto rein ins Schwimmerbecken.Schwimmmeisterin Sylvia Hendle wundert sich nicht über die Badebegeisterung. Mit 19,8 Grad sei es im Wasser doch wärmer als draußen, sagt sie. Exakt 13,2 Grad Außentemperatur zeigt der Computer an. Sylvia Hendle: "Die Sonne der letzten Tage hat das Wasser vorgewärmt." Den "Stammschwimmern" sei die Temperatur sowieso egal, meint Kerstin Müller-Kattwinkel, kaufmännische Leiterin der Eigenbetriebe der Gemeinde. Als sich morgens die Sonne hinter den Wolken zeigt, ist für sie der Tag geritzt. Da kann sie mit 150 bis 200 Besuchern rechnen. Mindestens. Schließlich ist das heute ein Aktionstag. Auch außerhalb der Becken wird allerhand geboten. Oben auf der Sonnenterasse sind die Schachspieler am Werk. Sogar ein zünftiges Bodenspiel haben sie aufgebaut. Schnuppertauchen, Spielzeugflohmarkt, Basteln ist im Angebot. Es gibt Crepes, später soll Flammkuchen folgen. "Das ist der schönste Platz in ganz Riegelsberg", sagt Petra Laufer und zeigt auf die große geschwungene Liegebank. Darauf kann man sich wunderbar räkeln und übers Wasser schauen. Am aktivsten sind die jüngsten Badegäste. Die hüpfen zwischen Nashorn und Pinguin rund um den Springbrunnen im Planschbecken und quietschen vor Vergnügen. Wippe, Wackeldackel und Picknickplatz sind drumherum. Sarah und Elisa beobachten das bunte Treiben von der Treppe aus.

"Ich finde, dass eine Rutsche für größere Kinder fehlt", meint Elisa, und Sarah sagt: "So eine Röhrenrutsche wäre cool. Oder eine Wasserrutsche auf der Wiese." Trotzdem gefällt es der 13-jährigen ganz gut. Deshalb hat sie eine Jahreskarte. Liselotte Buchheit (66) will sogar jeden Tag herkommen. "Hier habe ich Schwimmen gelernt", sagt sie: "Wenn man kalte Füße hat, geht man raus."