Geheimnisvolle Bilder, geheimnisvolle Musik

Geheimnisvolle Bilder, geheimnisvolle Musik

Riegelsberg. Die Ausstellungseröffnung in der Riegelsberger Volksbank kam als Gesamtkunstwerk daher. Ebenso geheimnisvoll wie die Bilder von Markus Schönborn war die Musik des Duos Meridian. Sie schwoll an und ebbte ab, schien mal von links und mal von rechts zu kommen. Genau wie das Licht in den Bildern, das in vielen Facetten zentrales Motiv der Ausstellung ist

Riegelsberg. Die Ausstellungseröffnung in der Riegelsberger Volksbank kam als Gesamtkunstwerk daher. Ebenso geheimnisvoll wie die Bilder von Markus Schönborn war die Musik des Duos Meridian. Sie schwoll an und ebbte ab, schien mal von links und mal von rechts zu kommen. Genau wie das Licht in den Bildern, das in vielen Facetten zentrales Motiv der Ausstellung ist. Als Mond und als Feuer taucht es auf. Als untergehende Sonne und als glitzernde Meeresoberfläche zeigt es sich. Tanja Kurz und Dirk Hofacker kamen mit dem Maler im Atelier zusammen. Sie ließen sich von den Gemälden zu Text und Musik inspirieren. Umgekehrt malte Markus Schönborn zu Kompositionen des Duos. Musik, Traum, Meditation - das sind wesentliche Elemente in seinem Malprozess. Ausgangspunkt für seine Bilder ist die Farbe. "Farben, die mit mir stimmig sind, so setze ich meine Palette, schaffe eine Komposition", sagt der Künstler, der 1962 in Homburg geboren wurde und in Heusweiler lebt. Danach versetze er sich in einen meditativen Zustand.Die Farbe leite ihn schließlich zur Form. Die Formgebung funktioniere ähnlich wie Wolkenlesen. Manchmal versenke er sich stundenlang in das Farbspiel, ehe es sein Wesen offenbare. Beim letzten Bild tauchte beispielsweise eine transparente Unterwasserwelt auf. Schönborn nahm sie als Thema, betonte sie. In einem anderen Bild steigt eine Frauenfigur aus Flammen. "Das Bild fängt mich", sagt ein Ausstellungsbesucher und erzählt, dass er, wenn ihm ein Bild gefalle, den passenden Raum dafür schaffe.

Eigentlich habe er mit Kunst nicht viel am Hut, aber die Bilder von Schönborn würden ihn faszinieren, sagt er. Und so ähnlich formulierte es auch Dieter Dahmen, der die Laudatio hielt. Von Inspiration und Faszination war an diesem Abend viel die Rede, wie Schlüsselbegriffe tauchten die Begriffe in Gesprächen auf. Es wurde überhaupt viel über Kunst und die Exponate geredet. Was bei Vernissagen ja nicht unbedingt immer der Fall ist. So wurde das Gesamtkunstwerk zum gelungen Experiment.

Die Ausstellung "Mystische Malerei: Lichtblicke" geht bis Ende Februar 2012. Die einzelnen Exponate werden in diesem Zeitraum immer wieder ausgetauscht. hof

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