Die zweite Erweiterung

Das Sanierungsgebiet „Marktplatz“ umfasst nun auch den Bereich ums Rathaus und um das Gelände der ehemaligen Brauereifamilie Groß sowie die obere Rathausstraße. Das hat der Riegelsberger Rat beschlossen.

Im September hatte der Riegelsberger Gemeinderat einstimmig beschlossen, das Sanierungsgebiet "Marktplatz" um den Bereich der Kirchstraße und deren Umfeld zu erweitern. Jetzt beschloss der Gemeinderat ebenfalls einstimmig, das Sanierungsgebiet noch weiter auszudehnen.

Es umfasst nun auch den Bereich um das Rathaus und um das Gelände der ehemaligen Brauereifamilie Groß sowie das Gebiet der oberen Rathausstraße. In diesen genannten Bereichen will die Gemeinde Anreize schaffen, damit Grundstückeigentümer Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen in Angriff nehmen. Ziel soll es sein, die Aufenthaltsqualität in den genannten Bereichen zu verbessern und den Einzelhandel zu stärken.

Seit 2009 ist die Gemeinde im Förderprogramm "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren". Sie hat zunächst ein Gemeindeentwicklungskonzept (GEKO) und dann ein teilräumliches Entwicklungskonzept (TEKO) aufgestellt, welche die Gebiete, für die es Fördergeld gibt, benennen. Die Gemeinde ist schnell zu dem Schluss gekommen, dass man das ursprüngliche Sanierungsgebiet "Marktplatz" durchaus noch viel weiter ausdehnen kann, wenn das Land bereit ist, so großzügig Fördergelder zur Verfügung zu stellen.

Jetzt wird zunächst einmal ein Gutachten über die Sanierungsbedürftigkeit in den Erweiterungsbereichen in Auftrag gegeben, dann soll eine so genannte Sanierungssatzung erlassen werden. Darin wird das gesamte Sanierungsgebiet beschrieben, und es wird ein Zeitraum festgelegt, bis wann die Sanierung abgeschlossen sein soll. "Der eigentliche Sinn dieser ganzen Sache ist es, durch steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten entsprechende Anreize für die Grundstückseigentümer zur Durchführung von Modernisierungsmaßnahmen zu schaffen", sagte Bürgermeister Klaus Häusle (SPD ).

Er geht davon aus, dass der Rat diese Satzung im Sommer verabschieden kann. "Dann hätten wir eine Hälfte von Riegelsberg durch und es könnte weitergehen in Richtung Stumpen", deutete Häusle eine dritte Erweiterung des ursprünglichen Sanierungsgebietes an.