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Besinnliche Stunden in netter Gesellschaft
Festliche Klänge rund ums Gotteshaus

Beate Ewald, Steffi Montag und Karin Burkart (v. l.) vom Förderverein Kreuzkirche  Herrensohr versorgten die Besucher mit leckeren Plätzchen.
Beate Ewald, Steffi Montag und Karin Burkart (v. l.) vom Förderverein Kreuzkirche  Herrensohr versorgten die Besucher mit leckeren Plätzchen. FOTO: Thomas Seeber
Herrensohr. Der Ortsinteressenverein Herrensohr zeigt sich zufrieden mit dem Verlauf des 41. Weihnachtsmarktes.

„Es war ein durchweg gelungener Tag“, resümierte Karin Lackas am Samstagabend. Die Vorsitzende des Ortsinteressenvereins (OIV) Herrensohr zog gemeinsam mit ihrem Stellvertreter Wolfgang Backes Bilanz der 41. Ausgabe des „Kaltnaggischer Weihnachtsmarktes“. Nach der Premiere im Vorjahr feierte man erneut um und vor allem in der evangelischen Kreuzkirche. Wenn einem  kalt war, konnte man ins Gotteshaus eintreten und wenn man sich aufgewärmt hatte wieder zu den Außenständen gehen, wo es unter anderem Rostwürste und Dibbelabbes gab. „Man kann hier richtig schön pendeln“, so Backes.


Am wichtigsten bei einem Weihnachtsmarkt ist vielleicht das Rahmenprogramm – und da hatte sich der OIV wieder so einiges einfallen lassen. Bereits zu Beginn startete man besinnlich und festlich. Die „Turmbläser“, Musiker des evangelischen Posaunenchors, enterten den wegen einer senkrecht aufragenden Leiter nur schwer erreichbaren Kirchturm und spielten von dort adventliche Lieder. Diesem sportlichen Einstieg folgte der Besuch des Nikolauses. 42 Jungen und Mädchen aus zwei Klassen der örtlichen Grundschulen erhielten eine Überraschungstüte. Umgekehrt revanchierten diese sich, indem sie dem bärtigen Mann das ABC vortrugen – wobei jedem Buchstaben eine weihnachtliche Thematik zugeordnet wurde.

Ein Novum war es diesmal, dass die Musikbeiträge nicht mehr im Dorfgemeinschaftshaus in der oberen Etage stattfanden, sondern vor dem Altar. So konnten beispielsweise der Schalmeien- und Kulturverein Dudweiler, die Chorgemeinschaft Fischbach-Herrensohr und der katholische Kirchenchor St. Marien Herrensohr die Akustik des Kirchenschiffs prächtig ausnutzen. Traditionell bereicherte ein Hobbykunstmarkt das weihnachtliche Treiben in Kaltnaggisch.



Gisela Braun aus Dudweiler war zum ersten Mal am Start und stellte ihre selbst gehäkelten Topflappen, verzierte Kerzen und Grußkarten für jede Gelegenheit aus. Auch wunderschöne Bilder in Serviettentechnik hatte sie dabei. „Das ist gar nicht so einfach“, erklärte sie. Dabei wird die Serviette bis auf die letzte Schicht abgetragen, diese dann bemalt und auf Leinwand geklebt. Heraus kamen bei der Hobbykünstlerin Braun Motive wie ein an eine Haustür klopfender Bär oder Kinder, die dem mit seinen Rentieren im weihnachtlichen Sternenhimmel davon brausenden Weihnachtsmann nachschauen. Der OIV selbst organisierte wieder seinen „Kaltnaggischer Adventskalender“. Dieser wird im Schaufenster in der Ortsmitte aufgestellt, wobei sich hinter jedem Türchen ein attraktives Präsent verbirgt. Die Teilnehmerkarten zum Preis von einem Euro konnten während des Weihnachtsmarktes erworben werden. Der Erlös aus Markt und Adventskalender wird auch in diesem Jahr wieder karitativen Zwecken zugeführt.

(bo)