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Festival
Festival der experimentellen Musik

Gittaren-Virtuose Raphael Vanoli kommt zum Musikfestival der ini-Art-Initiative in Saarbrücken.
Gittaren-Virtuose Raphael Vanoli kommt zum Musikfestival der ini-Art-Initiative in Saarbrücken. FOTO: Maarten Mooijman
Saarbrücken. Musiker aus Amsterdam, aber auch regionale Künstler treten am 19. und 20. Januar im Theater im Viertel auf. Ungewöhnliche Klänge werden zu hören sein.

Am 19. und 20. Januar veranstaltet ini-Art, die Initiative für Musikkunst, ihr bereits zwölftes Festival im Theater im Viertel (TiV) in St. Johann. Zu sehen und zu hören sind renommierte internationale und regionale Akteure. Das Streben nach musikalischer Innovation steht dabei gleichberechtigt neben der Hommage an die Tradition frei improvisierter Musik.



Das Amsterdamer Quartett Omelette hat sich auf selten gespielte Kompositionen aus dem Werk Ornette Colemans spezialisiert. Der Akzent liegt auf der Periode der 70er- und frühen 80er-Jahre. Die melodische Intensität und Freiheit, die Colemans Musik schon immer kennzeichnete, verschmilzt in dieser Zeit mit einer faszinierend rhythmischen Dringlichkeit.

 Der ebenfalls in Amsterdam lebende Gitarrist Raphael Vanoli macht Solo-Musik, in welcher der Schwerpunkt auf Klang und Geräumigkeit liegt. Blasen auf einer E-Gitarre ermöglichen ein neues Klanguniversum, das eher der Ästhetik elektronisch erzeugter als herkömmlicher Gitarrenmusik ähnelt. Sounds wie tropische Regenwald-Insekten-Schichten werden live auf einer Gitarre erzeugt.

Die PolyBand, die Jasper Stadhouders im April 2015 gründete, setzt sich aus einem sich ständig erweiternden Pool an Musikern und Performance-Künstlern zusammen. Die Kompositionen sind so konzipiert, dass sie von einer beliebigen Anzahl an Musikern gespielt werden können. Alle Mitspieler agieren gleichberechtigt.

Die Formation Herzog-Prätzlich-Schmitz tritt ebenfalls beim Festival auf. Constantin Herzog und Daniel Prätzlich musizierten bereits zusammen in Bands wie Art Zentral oder dem Polychrome Orchestra. Johannes Schmitz wirkte mit Herzog in der Kölner Szene. Prätzlich und Schmitz wiederum können es als Saarbrucker nicht vermeiden, sich über den Weg zu laufen, wie beispielsweise im Trio des Posaunisten Christof Thewes. Nun versuchen es Herzog, Prätzlich und Schmitz mal zu dritt.

„About Angels and Animals“ nennen sich Jan Klare und Julius Gabriel. Beide sind virtuose Saxofonisten, vom Geist der Improvisation getrieben. Schließlich dürfen sich die Musikfans auf die „Hommage à John Coltrane“ freuen. Als der legendäre John Coltrane 1967 im Alter von nur 40 Jahren starb, hinterließ er nicht nur ein umfangreiches musikalisches Lebenswerk, das in seiner rasant fortschreitenden Entwicklung den großen Bogen vom Bebop zum Free Jazz gespannt hat. Fur Generationen von Saxofonisten war er Inspiration und Vorbild. Der Schlagzeuger Wolfgang Schliemann hat 50 Jahre nach John Coltranes Tod ein Ensemble von Musikern zusammengestellt, deren musikalische Entwicklung ohne den Einfluss Coltranes kaum denkbar ist: Hartmut Oßwald, Ove Volquartz, Martin Speicher, Uwe Oberg, Stefan Scheib, Georg Wolf und Ingo Deul. Alle Konzerte beginnen um 20 Uhr.Das teilt die ini-Art-Initiative mit.

Der Eintritt kostet an der Abendkasse pro Festivaltag 15, ermäßigt 10 Euro und es gibt auch einen Festivalpass für 25/18 Euro.

Projekt hommage à Coltrane
Projekt hommage à Coltrane FOTO: Wolfgang Schliemann