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„Waldhäusles Hexen“ als Hingucker

„Waldhäusles Hexen“ als Hingucker

Die Narren freuen sich auf den großen Rosenmontagszug durch die Stadt. Die Veranstalter vom Heimat- und Verkehrsverein (HVV) erwarten auch in diesem Jahr wieder mehrere Tausend Besucher.

Der Festausschuss Dudweiler Faasenacht (FDF) lädt gemeinsam mit der Landeshauptstadt Saarbrücken (Stadtbezirk Dudweiler ) zum Fastnachtsumzug ein. Der traditionelle Gaudiwurm ist am Sonntag, 7. Februar. Start ist um 13.11 Uhr. Die Teilnehmer stellen sich in der Rebachstraße auf. In der Sudstraße geht der närrische Lindwurm dann los. Durch die Rathausstraße, die Sulzbachtalstraße und St. Ingberter Straße führt der Weg schließlich in die Saarbrücker Straße und über den Alten Markt bis zur "Villa Micka".

Zahlreiche Fest- und Motivwagen haben sich bereits angemeldet. Fußgruppen aus dem Stadtbezirk bilden ein buntes Bild. Vier Musikzüge sorgen für Stimmung bei den großen und kleinen Faasebooze am Straßenrand. Ein besonderes Highlight ist sicherlich eine Gruppe aus Esslingen-Sirnau. Die Herrschaften kommen als "Waldhäusles Hexen " mit ihren bunten, alemannischen Kostümen und Larven - Häs genannt - zum Dudweiler Umzug. Der Festausschuss freut sich über einige Neuanmeldungen zum Gaudiwurm. Bis zu 1000 Teilnehmer in knapp 40 Gruppen können bestaunt werden.

Die schönsten und lustigsten Kostüme, Gruppen, Wagen und Kapellen werden wieder prämiert. Für das leibliche Wohl sorgen fast zehn Stände an der Strecke. Den Besuchern stehen die öffentlichen Parkplätze und Parkhäuser offen. Die Linienbusse fahren bis an den Dudoplatz und bis zur Haltestelle "Alter Markt", also sehr nah an die Spaßmeile heran.

Als Verantwortlicher für den Umzug stellt Ulrich Jäckels, Vizepräsident des Festausschusses fest: "Wir freuen uns über die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Rathaus Dudweiler , der Freiwilligen Feuerwehr und dem DRK Dudweiler . Das THW Friedrichsthal leistet uns auch wertvolle technische und personelle Unterstützung." FDF-Präsident Achim Pitz betont: "Zu besonderem Dank sind wir der Verwaltung unter der Leitung von Oberbürgermeisterin Charlotte Britz verpflichtet. Alle beteiligten Behörden (Ordnungsamt, Feuerwehr, ZKE, Straßenbau, Vermessungsamt, Forst- und Grünflächen, Bauhof Dudweiler ) haben uns bei den Vorbereitungen offen und hilfreich zu Seite gestanden. Aus dem Haushalt der Landeshauptstadt stehen uns die Mittel zur Verfügung, ohne die der Umzug so nicht möglich wäre". Dank sagen Pitz und Jäckels auch allen Sponsoren für ihre Unterstützung. Wer noch Lust hat, kann sich auch noch kurzfristig beim Festausschuss anmelden.

Anmeldeunterlagen können von der Homepage herunter geladen werden oder per E-Mail angefordert werden, E-Mail: umzug@faasenacht-dudweiler.de

faasenacht-dudweiler.de

Für Christian Jung ist seit Wochen Faasenacht. Denn zu den Aufgaben des Stadtpressesprechers gehört es auch, den Friedrichsthaler Umzug zu organisieren. Und damit geht's schon in der Adventszeit los: "Wir verschicken dann erst einmal eine Pressemeldung und fordern alle Vereine und Verbände zur Teilnahme auf." Aus Erfahrung weiß der Friedrichsthaler, dass sich die meisten sehr spontan und mancher "auf den letzten Drücker" anmelden: "Das ist vor allem bei kleineren Gruppierungen so", sagt Jung. Parallel zum Anmeldeprozess werden dann erste Absprachen getroffen: "Der Regionalverband bekommt eine Veranstaltungsübersicht, die GEMA (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte) und die Einsatzkräfte müssen benachrichtigt werden."

Die Teilnahme am Rosenmontagszug sei grundsätzlich kostenlos. Damit die Gesamtkosten des Umzugs, rund 1500 Euro, gedeckt werden, verkaufen die großen Karnevalsvereine in Friedrichsthal bei ihren Sitzungen und anderen Festivitäten in der fünften Jahreszeit Veranstaltungs-Buttons, die Spenden einbringen sollen. "Das deckt dann so zwei Drittel der Kosten. Den Rest übernimmt der Heimat- und Verkehrsverein (HVV) als Veranstalter", erklärt Jung.

In der abschließenden Besprechung ein paar Tage vor dem Umzug werden dann letzte Details geklärt: "Es muss zum Beispiel zur Sicherung eines Fahrzeugs ein Ordner pro Rad gestellt werden. Die Reihenfolge, in der die Teilnehmer im Zug aufgestellt werden, rotiert jedes Jahr. Somit gibt es keine besten Plätze bei der Aufstellung." Man achte allerdings darauf, dass der Zug "gut gemischt sei", also nicht alle Wagen und alle Fußgruppen jeweils direkt hintereinander starten. Am Rosenmontag stellen sich dann die Teilnehmer in den ihnen zuvor zugewiesenen Bereichen auf - so wird der Zug "zusammengebaut". Trotz der aktuellen Sicherheitslage in Deutschland gibt es in Friedrichsthal keine Verstärkung der Einsatzkräfte.

Jung: "Wir erwarten wieder mehrere Tausend Besucher und über zwanzig Gruppen mit über 500 Aktiven." Der Umzug startet um 14 Uhr am Ostschacht. Die über vier Kilometer lange Zugstrecke verläuft durch die Arndtstraße, Theodor-Körner- und Mörikestraße zur Ostschachtstraße, Eichendorffstraße, läuft dann zur Grühlingstraße bis zur Illinger Straße. Dann geht es weiter zum Kreisel am Bildstocker Markt und über die Saarbrücker Straße bis zum Marktplatz in Friedrichsthal.

Die Stadt Friedrichsthal bittet in einer offiziellen Mitteilung die Anlieger der Straßen im Aufstellungsbereich der Arndtstraße und Theodor-Körner-Straße als auch die Anlieger der Umzugsstrecke entlang der Mörike-, Ostschacht- und der Eichendorffstraße, ihre Fahrzeuge nicht im Straßenbereich abzustellen, um einen ungehinderten Verlauf des Friedrichsthaler Rosenmontagszuges zu ermöglichen.