Mit Ehrungen ins Schwarze getroffen

Mit großen Erfolgen haben die Mitglieder ihren Schützerverein St. Ingbert in diesem Jahr verwöhnt, und dafür hat sich der Club nun bei ihnen bedankt. Und die Ehrungern waren nicht der einzige Programmpunkt bei der Weihnachtsfeier.

Der Schützenverein St. Ingbert hatte zur Weihnachtsfeier mit Jubilarehrung ins Schützenhaus an der Weststraße eingeladen. "Es ist schön, dass wieder so viele Mitglieder dem Ruf des Vereins gefolgt sind", richtete Vorsitzender Horst Müller das Wort an die Gäste im vollbesetzten Raum. Unter ihnen auch Verbandsschatzmeister Bernd Ecken sowie der Schützenverbandspräsident Walter Wolpert. Der Letztgenannte hat "159 Vereine unter sich", wie Müller sagte, weshalb die Freude bei den St. Ingberter Schützen um so größer war, dass er gerade zu ihrem Verein kam. Wolpert sprach von einer speziellen Symbiose zwischen dem Schützenverband Saar und den St. Ingberter Schützen, seit man sich kennen gelernt habe: "Ihr könnt nicht nur super feiern, sondern habt auch hervorragende Schützen, und wenn der Verband euch braucht, seid ihr da. Aus dem Geldtopf für zentrale Schießanlagen bekam keiner mehr als St. Ingbert . Es gibt aber auch keinen Verein, der so arm ist wie eurer." Ob scherzhaft gemeint oder auch ernst, die Trainingsmöglichkeiten führten jedenfalls zu zahlreichen Erfolgen in diversen Meisterschaften, deutschlandweit. Um wunschlos glücklich zu sein, würden dem Verein jetzt nur noch Spenden für eine elektronische Kleinkaliber-Anlage fehlen. Den Wunsch konnte der Nikolaus, der später zu den jungen Schützen kam, leider nicht erfüllen.

Dafür "beschenkten" der Verbandspräsident und der Vereinsvorsitzende die Geehrten bei der Jubilarehrung mit Ansteckern, Urkunden und der Schützensäule für langjährige Verbands- und Vereinsmitgliedschaft. Die höchste Ehrung wurde Horst Martini für 60 Jahre zuteil, Horst Wachs, Karl Wannenmacher und Schützenkönig Joachim Schankola wurden für 40 Jahre geehrt sowie Richard Schetting für 25 Jahre. Eine besondere Anerkennung und Ehrung wurde Lore Gottschlich zuteil, der Wirtin, die seit mehr als sieben Jahren das Vereinsheim führt und die Geschäfte Ende des Jahres an ihre Nachfolgerin übergibt. "Lore, ohne die Arbeit deiner Vorgänger schmälern zu wollen, aber du warst einfach die Beste", verabschiedete Horst Müller die Wirtin der "guten Stube der Schützen", die nicht nur Dienst nach Vorschrift machte, sondern sich auch um die Außenanlagen kümmerte, das Schützenhaus liebevoll dekorierte und selbst Tischdecken nähte.