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Lederflechter erzählte jedem Kunden eine Geschichte zum Objekt

Lederflechter erzählte jedem Kunden eine Geschichte zum Objekt

Mit allerlei Waren präsentierten sich gestern wieder viele Händler an etwa 40 Ständen auf dem Lichtmessmarkt in der St. Ingberter Fußgängerzone. Auch ein Neuling mischte sich diesmal unter die Verkäufer. So wie er sagt, soll es nicht das letzte mal gewesen sein.

In St. Ingberts Fußgängerzone fand gestern der Lichtmessmarkt statt. An den rund 40 Ständen konnten neben den auf jedem Markt vertretenen Angeboten an Socken, Oberbekleidung, Gewürzen, Reinigungsutensilien, Tischdecken, Messern, Bürsten, Süßigkeiten, Herzhaftem und einigen anderen auch jahreszeitlich passende Deko-Artikel erworben werden. Hingucker für den Garten, beispielsweise in Froschform, Türkränze, Heil- und Schmucksteine und österliche Arrangements waren genauso vertreten wie ein Stand mit Ledertaschen, -armbändern, -ketten sowie Ohrringen, meist versehen mit Naturmaterialien wie Edelsteinen, Samen, Holz, Silber oder geschliffenen Knochen. Deren Anbieter Nikolai Bowinkelmann war zum ersten mal auf einem St. Ingberter Markt und war zufrieden mit der Premiere. Auch wenn er woanders mehr umsetzt, hatte er nicht nur nette Gespräche, sondern verkaufte auch seinen selbst gefertigten Schmuck. Stolz berichtete er, dass er der einzige Lederflechter Deutschlands sei. Ein Handwerk, das er bereits seit 36 Jahren ausübt. Zu jedem seiner Stücke und der dafür verwendeten Materialien gab es eine Gratisgeschichte dazu. "Ich nehme zur Fertigung keine Teile, die keine Bedeutung haben", teilte er seiner Kundschaft mit, für die er auch direkt vor Ort Änderungswünsche umsetzte.

Händler grundsätzlich zufrieden

Der Samen vom ältesten Baum des Amazonas, den er in einem Armband verarbeitet hatte, stehe beispielsweise für langes Leben. So unterhaltsam konnte der Einkauf sein. "Ich komme wieder, es macht Spaß hier", war das Fazit des Odenwälders. Im Großen und Ganzen waren die Händler , auch angesichts vieler wegen des schlechten Wetters abgesagter Märkte der vergangenen Woche, zufrieden mit dem Zuspruch der Kundschaft. Besser könne es immer sein, so das Fazit eines langjährigen Standbetreibers in St. Ingbert , viel schlechter aber eben auch.