Friedhofswege sorgen für Verdruss

Hassel. Viel Sonne und noch mehr Regen - die ideale Kombination für ausgeprägten Wildwuchs. Die Mitarbeiter der Stadt St. Ingbert kommen mit dem Freischnitt kaum noch hinterher. Hier ist es ein Spielplatz, dort eine ganze Parkanlage, in Hassel ist vor allem der Friedhof betroffen. Neben allmählich zuwachsenden Gräbern fallen die ausgespülten Schotterwege ins Auge

Hassel. Viel Sonne und noch mehr Regen - die ideale Kombination für ausgeprägten Wildwuchs. Die Mitarbeiter der Stadt St. Ingbert kommen mit dem Freischnitt kaum noch hinterher. Hier ist es ein Spielplatz, dort eine ganze Parkanlage, in Hassel ist vor allem der Friedhof betroffen. Neben allmählich zuwachsenden Gräbern fallen die ausgespülten Schotterwege ins Auge.Besonders extrem stechen diese Gräben ausgerechnet an den Wasserstellen hervor, also an Orten, die von den meisten Friedhofsbesuchern genutzt werden. Mit einem Spazierstock wird es hier schon gefährlich, wer mit einem Rollator unterwegs ist, hat fast schon keine Chance mehr, die Wege unfallfrei zu begehen. "So schlimm war es in der Tat noch nie", sagt eine sehbehinderte Frau, die das Grab eines Angehörigen pflegt - so gut es eben geht. "Auch für mich wird es immer schwieriger, mal eben Wasser zu holen." Diese Unterhaltung hört eine ältere Frau. Auch ihre Geduld geht allmählich zu Ende. "Es ist eine Schande, dass das Gras in die Gräber wächst. Und wenn dann gemäht wird, liegt alles auf den Gräbern." Inzwischen hilft sie sich selbst, auf den Friedhof kommt sie nicht mehr ohne Gartenschere. "Aber das ist doch traurig", sagt sie.

Überall bestehen diese Probleme nicht. Ein Teil des Friedhofs ist mit S-Steinen ordentlich gepflastert, auch im Bereich der Kapelle präsentiert sich der Friedhof in gutem Zustand.

Das soll demnächst vom gesamten Gelände behauptet werden können. Der Friedhof hat in der Prioritätenliste nach einer Experten-Begutachtung einige Plätze gutgemacht. "Im Moment wird gemäht, Ende dieser oder Anfang nächster Woche sind dann die Wege an der Reihe", teilte Stadtsprecher Peter Gaschott auf SZ-Nachfrage mit. Dass sich die Wege in keinem guten Zustand befinden, ist der Stadt seit längerem bekannt. Doch um aktiv zu werden, fehlte es an Geld und Personal. Bei der nun anstehenden Maßnahme sollen die Schäden nicht nur ausgebessert werden, nein, nun sollen auch die Voraussetzungen geschaffen werden, dass die Wege nicht mehr ausgespült werden können. "Es ist eine Schande, dass das Gras in die Gräber wächst."

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