Ärger über Fehlterminierung

Limbach. Seit einigen Tagen kommt es auf der L119, der Straße Auf der Windschnorr, zwischen dem Kreisverkehr an der Ortseinfahrt und der Bahnhofstraße in der Ortsdurchfahrt Limbach baustellenbedingt zu erhöhten Verkehrsbehinderungen. Einseitig gesperrt und mit einer Ampelregelung versehen, stauen sich in den Hauptverkehrszeiten die Fahrzeuge über weite Strecken in beide Richtungen

Limbach. Seit einigen Tagen kommt es auf der L119, der Straße Auf der Windschnorr, zwischen dem Kreisverkehr an der Ortseinfahrt und der Bahnhofstraße in der Ortsdurchfahrt Limbach baustellenbedingt zu erhöhten Verkehrsbehinderungen. Einseitig gesperrt und mit einer Ampelregelung versehen, stauen sich in den Hauptverkehrszeiten die Fahrzeuge über weite Strecken in beide Richtungen. Grund hierfür ist die Erneuerung einer Gashochdruckleitung, die von Homburg aus nach Bous führt und auf ihrer Strecke Stadtwerke und Industriebetriebe mit Erdgas versorgt. "Die Erneuerung dieser Gasleitung erfolgt gemäß der Planung für die Instandhaltung unserer Anlagen", erklärt Lothar Zenner, der zuständige Leiter Netzbetrieb der verantwortlichen Creos GmbH mit Sitz in Saarbrücken. Die Baustelle der Creos, vielen besser bekannt unter deren alten Firmennamen Saarferngas, kommt für den überörtlichen Verkehr zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt, ist die nun einseitig gesperrte Strecke der L119 gleichzeitig auch Teil der Umleitung, die die Gemeindeverwaltung Kirkel mit Blick auf Bauarbeiten am Autobahnzubringer "Ortsumgehung West" eingerichtet hat (wir berichteten). Im Kirkeler Rathaus hat man die Probleme im Blick, Einfluss auf Art, Umfang, Terminierung und Dauer der Bauarbeiten hat man allerdings nicht. "Wir haben die entsprechenden Informationen erst in der vergangenen Woche erhalten", so Kirkels Bürgermeister Frank John. John zeigte Verständnis für den möglichen Ärger mancher Verkehrsteilnehmer, auch mit Blick auf die nun doppelte Belastung durch die Baustellen an der Westumgehung und der L119. "Das ist natürlich sehr unglücklich, dass beide Baustellen zeitlich so zusammenfallen. Aber ich denke, dass die Situation noch wesentlich schlimmer wäre, würden die beiden Baumaßnahmen außerhalb der Ferien und damit in weitaus verkehrsintensiveren Zeiten stattfinden." Ziel beider Bauträger ist es, noch vor Ende der Sommerferien mit den Arbeiten fertig zu werden. Lothar Zenner von Creos: "Wir haben vor rund einer Woche mit den Arbeiten begonnen und haben damit ein Baufenster von maximal zwei Monaten geöffnet. Es ist aber damit zu rechnen, dass die eigentlichen Arbeiten bis zum Ende der Sommerferien abgeschlossen sein werden." Bürgermeister John äußerte die Hoffnung, dass die Baustelle an der Westumgehung Limbach in weiten Teilen sogar früher fertiggestellt sein könnten, als ursprünglich veranschlagt. "Nach meinem Kenntnisstand soll Anfang der kommenden Woche mit den Teerarbeiten begonnen werden." Sollten diese Arbeiten zügig beendet werden, so könnte mit Einschränkungen eine frühzeitige Wiederbefahrbarkeit der Westumgehung möglich sein.