Wiesen, Bauernhäuser und als Krönung die Kirkeler Burg

Kirkel. Manchmal gibt es auch am Wochenende Verpflichtungen, die die Familie spalten. Weil Mutter und Tochter/Schwester eingeladen sind, machen sich Vater und Sohn auf die Radtour. Wir nehmen von Saarbrücken-Ost den Zug nach Osten und steigen in Limbach aus

Kirkel. Manchmal gibt es auch am Wochenende Verpflichtungen, die die Familie spalten. Weil Mutter und Tochter/Schwester eingeladen sind, machen sich Vater und Sohn auf die Radtour. Wir nehmen von Saarbrücken-Ost den Zug nach Osten und steigen in Limbach aus. Vom Bahnhof aus steuern wir über die Bahnhofstraße den Ortskern an, biegen links in die Hauptstraße, um gleich gegenüber rechts in die Storchengasse einzufahren, die uns weg vom Verkehr an die Blies führt. Von Störchen ist zwar nichts zu sehen, doch idyllisch plätschert das Flüßchen eingerahmt von Wiesen und Weiden dahin. Am Fußballplatz biegen wir links ab und erreichen die Ludwigsthaler Straße, wo wir rechts weiterfahren und die A 6 überqueren. Danach geht es gleich rechts herunter wieder ins Bliestal. Eine prächtige Allee führt uns durch das breite grüne Wiesental nach Niederbexbach. Links herum geht es über die Schmelzstraße weiter. Hübsch renovierte alte Bauernhäuser gibt es zu sehen, ehe wir die Kreuzung erreichen, an der wir nach rechts zum Ortsweilerhof abbiegen. "Papa, guck mal die Fohlen", ruft Max begeistert und wir halten wie auch andere Radler an, um die drei jungen Pferde zu bewundern, die sich nah bei ihren Müttern aufhalten. Ein erster Schluck aus der Wasserflasche und ein Riegel geben Kraft für die nächste Wegstrecke. Wir erreichen eine Autostraße, die wir überqueren und die Richtung Neunkirchen-Wellesweiler nehmen. Wir biegen in die Straße mit dem verlockenden Namen Am Ochsenwald ein. Auf dem Parkplatz neben einer Brotfabrik stehen leuchtend gelb gestrichene Lkw. "Papa, das Toastbrot essen wir doch auch", erkennt der siebenjährige Filius messerscharf. In Wellesweiler sehen wir wieder die Blies, die hier parallel zur Landstraße 287 fließt. Dort entlang verläuft auch der Radweg, der uns zur Kreuzung führt: Geradeaus Richtung Kohlhof oder die kleine Bergwertung nach links? Wir nehmen die Bergwertung, erreichen wenig später wieder die wohlvertraute Strecke zum Ortsweilerhof. Doch diesmal fahren wir nicht rechts zum Hof, sondern geradeaus und erreichen das Campingausstellungsgelände, den Flugplatz. Quer rüber im Wald ist ein kleiner Weiher, der zum Rasten einlädt. "Toll, das Holzfloss", meint Max, der ein ebensolches mit dem Stock vom Ufer aus dirigiert. Über Niederbexbach und Bayerisch Kohlhof erreichen wir wieder Limbach, wo wir parallel zur L 119 auf dem Waldweg nach Kirkel preschen. Auf der Burg heißt es dann entspannen, den aufgeregten Kindern zuschauen, die beim Handwerkermarkt mittelalterliche Waffen schmieden. "Papa, ich bin müde", höre ich da plötzlich Ungewohntes. Wir radeln durchs Dorf zum Bahnhof, wo wir beide recht erschöpft auf dem Bänkchen auf unseren Zug gen Heimat warten.