Viel mehr als nur Altbekanntes

Homburg · Seit 2008 gibt es den Landesjugendchor. Am Sonntag sang das junge Ensemble zum ersten Mal in der protestantischen Stadtkirche in Homburg. Wert legt der Chor unter Robert Göstel darauf, nicht nur Altbekanntes zur Weihnacht darzubringen.

 Der Landesjugendchor bei seinem Auftritt in der protestantischen Stadtkirche in Homburg. Foto: Jörg Jacobi

Der Landesjugendchor bei seinem Auftritt in der protestantischen Stadtkirche in Homburg. Foto: Jörg Jacobi

Foto: Jörg Jacobi

Der Landesjugendchor Saar gab zum ersten Mal ein Konzert in der protestantischen Stadtkirche in Homburg . Adventliche und weihnachtliche Chormusik von Reger, Haßler, Poulenc, Distler und Lauridsen wurde dabei vorgetragen. Etwas abseits der allzeit gewohnten Weihnachtslieder, die jedes Ohr immer wieder hört und kennt, bewegte sich das Chorkonzert schon. Aber das war genau das, was den Chor mit all seinen jungen Sängerinnen und Sängern auszeichnet. Nicht nur immer Altbekanntes, sondern auch ältere und jüngere Werke stehen auf dem Programm.

Die 180 Zuhörer in der Kirche konnten an diesem Sonntagabend ein Konzert, das unter dem Motto "O Magnum Mysterium" stand, in musikalisch außergewöhnlicher Interpretation der gesungenen Lieder erleben. Werke von Tomas Luis Victoria, Francis Poulenc und Morten Lauridsen zeigten dies.

Hauptwerk des Konzertabends war die Zartheit der Weihnachtsgeschichte von Hugo Distler , die sieben Variationen des Weihnachtsliedes "Es ist ein Ros entsprungen" enthielt. Die brillante Tenorstimme von Martin Steffan unterstützte den Landesjugendchor bei Distlers Weihnachtsgeschichte. Organist Thomas Layes komplettierte das abwechslungsreiche Programm mit Orgelimprovisationen.

Chorleiter Robert Göstel hatte den Chor bestens auf diesen Abend eingestimmt. Der junge Chor wurde 2008 vom saarländischen Chorverband ins Leben gerufen. Seit dieser Zeit gab es schon eine Vielzahl von Konzerten im In- und Ausland. Neben Konzerten in Frankreich, Luxemburg und Südafrika wurden jetzt die Zuhörer in Homburg mit vorzüglich gesungener Chormusik auf hohem musikalischen Niveau unterhalten. Den Abschluss des Chorkonzertabends machten dann die Weihnachtsklassiker "Macht hoch die Tür", "Tochter Zion" und "O du fröhliche". Bei diesen Liedern war das unterstützende Mitsingen des Publikums gefragt. Das Konzert hätte allerdings noch einige Zuhörer mehr verdient gehabt. Was die jungen Sängerinnen und Sänger zeigten und sangen, das war Chorgesang der Extraklasse.