Übungsbesuch von zentraler Bedeutung

Homburg · Er sparte nicht mit Lob für seine Truppe, sprach aber auch Probleme klar an: Alexander von Büren, Löschbezirksführer Homburg-Mitte, informierte bei der Nikolausfeier, dass die Homburger Feuerwehr in diesem Jahr 375 Mal ausrücken musste.

 An der Seite von beförderten oder für ihre Dienstzeiten ausgezeichneten Mitgliedern des Löschbezirks Homburg-Mitte konnte Löschbezirksführer Alexander von Büren (rechts) auf ein erfolgreiches Jahre 2016 zurückblicken. Foto: Thorsten Wolf

An der Seite von beförderten oder für ihre Dienstzeiten ausgezeichneten Mitgliedern des Löschbezirks Homburg-Mitte konnte Löschbezirksführer Alexander von Büren (rechts) auf ein erfolgreiches Jahre 2016 zurückblicken. Foto: Thorsten Wolf

Foto: Thorsten Wolf

Nein, den Ruf eines Schönfärbers verschaffte sich Alexander von Büren, Löschbezirksführer der Feuerwehr Homburg-Mitte, am vergangenen Mittwochabend nicht. Bei der Nikolaus-Feier des Löschbezirks skizzierte von Büren das Bild einer einsatzfähigen und einsatzwilligen Truppe, verschwieg aber auch Probleme nicht.

Grundlage für von Bürens Rückblick auf das Jahr 2016 waren vor allem zwei wesentliche Aspekte: Die Personalentwicklung und die Einsatzstatistik. Bei Ersterem verdeutlichte der Löschbezirksführer eine grundsätzliche Haltung bei der Führung von Homburg-Mitte: "Wir haben hier keine Karteileichen". Wenn er von 81 aktiven Feuerwehrleuten im Löschbezirk Homburg-Mitte spreche, dann meine er so auch wirklich "aktiv". Dies belegte von Büren nicht zuletzt mit der Information, dass man sich im Jahr 2016 von immerhin sechs Angehörigen des Löschbezirks habe trennen müssen - schlicht, weil die Bereitschaft zur Teilnahme an Übungen gefehlt habe. Von Büren: "Jeder muss sich bei uns im Löschbezirk einbringen." Das gelte nicht nur für Einsätze, sondern eben auch für Übungen. Denn: "Es bringt nichts, immer nur in den Einsatz zu gehen, unser Handwerk lernen wir auch in den Übungen."

Wichtig, und das betonte von Büren mit Nachdruck, sei die erfolgreiche Arbeit in der Jugendwehr. So könne man 2016 sieben Jugendfeuerwehrleute in die aktive Wehr übernehmen. Diese erfolgreiche Nachwuchsförderung sei Grundlage dafür, dass man überhaupt eine so große Zahl von Feuerwehrleuten vorhalten könne. Dies bringe aber auch durchaus Herausforderungen mit sich, so an der Schnittstelle zwischen den Ansichten von Jüngeren und Älteren.

Sprach von Büren so ein paar Probleme an, so stellte er seinem Löschbezirk in der Folge ein ausgezeichnete Arbeits-Zeugnis aus. Davon kündeten dann auch die Einsatzzahlen der zurückliegenden zwölf Monate. 375 Mal sei der Löschbezirk zu Einsätzen ausgerückt, 76 Mal seien Brände der Grund gewesen, 15 Branderkundungen habe es gegeben, 117 Einsätze mit technischer Hilfe, acht Gefahrguteinsätze, 105 mal ging es um Brandmeldeanlagen, in acht Fällen wurde der Alarm von Rauchmeldern erkundet. Weitere Einsätze seien unter Sonstiges und blinden sowie böswilligen Alarmen zu führen, so von Büren. "Das ist extrem viel. Und der Löschbezirk Homburg-Mitte zählt nur echte Feuerwehreinsätze. Das ist eine wahnsinns Leistung!"

Leistung stand dann auch bei den Beförderungen und Ehrungen im Mittelpunkt: Zum Feuerwehrmann wurden Ali Can Ali, Daniel Bettinger, Fabian Eckhardt, Philip Emser, Andreas Herz, Denis Jung und Simon Lukas befördert, zum Oberfeuerwehrmann Dominik Eisel und Marcel Schmitt. Für ihren langjährigen Dienst in der Feuerwehr wurden Monique von Büren (15 Jahre), Werner Heitz (20 Jahre), Udo Eckhardt (30 Jahre), Volker Kern (30 Jahre), Karsten Billert (35 Jahre), Dieter Dörrenbächer (40 Jahre) und Axel Kartscher (40 Jahre) ausgezeichnet.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort