Hommage an eine lebende Legende

Homburg. Es soll die Hommage an eine lebende Legende werden, und der Aufruf, dabei aktiv mitzuwirken, fand riesige Resonanz: Ein gutes Dutzend Musiker wird am Donnerstag, 19. März, im Homburger Musik-Pub "Planxty" vor dem Mikrofon stehen und Lieder von Bob Dylan interpretieren

Homburg. Es soll die Hommage an eine lebende Legende werden, und der Aufruf, dabei aktiv mitzuwirken, fand riesige Resonanz: Ein gutes Dutzend Musiker wird am Donnerstag, 19. März, im Homburger Musik-Pub "Planxty" vor dem Mikrofon stehen und Lieder von Bob Dylan interpretieren. Zusammen mit dem Deutsch-Amerikanischen Freundeskreis (DAF) Saar-Pfalz findet diese Referenz an den US-amerikanischen Songwriter statt, der Anfang April in der Saarlandhalle in Saarbrücken im Rahmen der Musikfestspiele Saar ein Konzert gibt. "Tribute to Dylan" lautet das Motto der Veranstaltung im Planxty. "Und was die Akteure, die mit von der Partie sein werden, zu Gehör bringen wollen, das umfasst wirklich fast die gesamte Schaffenszeit von Bob Dylan. Und der steht schon bald fünf Jahrzehnte auf der Bühne", skizziert Chris Clemens, welche ungeheuere Wirkung und welche Ausstrahlung der näselnde Sänger mit seinen kongenialen Texten nach wie vor hat. Angefangen vom Klassiker "Blowin' in the wind", das Andreas Vogel stilecht mit Mundharmonika ebenso auf Deutsch vorträgt wie "Maggie's Farm", die Hymne gegen jedwede Ausbeutung, über das bitterböse Antikriegslied "Masters of war" (Henning Ludt) umfasst das Programm in dem Musik-Pub in der Talstraße eine ganze Reihe Stücke aus den 1960er Jahren - bis hin zu Raritäten wie "Lay down your weary tune", das Chris Clemens mit Albert Grieben ausgewählt hat. Auf der Bühne stehen außerdem Manuel und Max Allmann: Vater und Sohn haben sich unter anderem für "Forever young" von 1973 entschieden, während Katia Bestian (die Sängerin der Band "Rotwein und Pimpinelle") das 1963 erschienene "When the ship comes in" singen wird. Eine ganz "schräge" Version von "It's alright, Ma" hat Julian Clemens in petto, und Florian Straulü kommt mit dem immer wieder gern gespielten Evergreen "The Times they are a-changin'" auf das Podium. Gaby Clemens wagt sich mit "Make you feel my love" hingegen an einen recht jungen Dylan-Song von 1997. Ganz am Schluss steht ein Experiment auf dem Programm: Alle zusammen wollen im Chor und ohne vorherige Probe "Knockin' on heaven's door" improvisieren. Zwischen den einzelnen Auftritten liest die Autorin Gina Inman aus Sembach Passagen aus "Chronicles", der 2004 erschienenen Autobiographie von Bob Dylan. Und auch ansonsten gibt es allerhand Informationen über das Phänomen, das trotz seiner inzwischen bald 68 Jahre noch immer jedes Jahr über 100 Konzerte rund um den Globus gibt. Der Dylan-Abend im "Planxty" fängt um 20 Uhr an, der Eintritt dazu ist frei. Und wer es wagt, mit typischen Requisiten des Künstlers zu kommen, der Sonnenbrille beispielsweise oder in seiner oft skurrilen Kleidung, der ist besonders gern gesehen. bam

Auf einen BlickWeitere Infos zur Dylan-Hommage am Donnerstag, 19. März, im Homburger Musik-Pub Planxty gibt es bei der Geschäftsstelle des Deutsch-Amerikanischen Freundeskreises im Landratsamt Homburg, Beate Ruffing. Tel. (06841) 104 82 15, E-Mail: Beate.Ruffing@saarpfalz-kreis.de sowie im Musik-Pub selbst, Tel. (06841) 174 388, E-Mail Christoph.Clemens@kabelmail.de.