Glücksmomente zu Jazz-Klängen

Homburg. "Ich bin heute vor allem deswegen glücklich, weil die Maryland Jazzband of Cologne wieder hier beim Jazzfrühschoppen auftritt." Paul Schönborn, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Altstadt und Organisator des Homburger Musiksommers, gönnte sich am vergangenen Samstag beim Jazzfrühschoppen eine ordentliche Portion gute Laune

Homburg. "Ich bin heute vor allem deswegen glücklich, weil die Maryland Jazzband of Cologne wieder hier beim Jazzfrühschoppen auftritt." Paul Schönborn, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Altstadt und Organisator des Homburger Musiksommers, gönnte sich am vergangenen Samstag beim Jazzfrühschoppen eine ordentliche Portion gute Laune. "Die Formation hat schon vor zwei Jahren hier super Stimmung gemacht." Und auch der Querbeat-Auftakt am Freitag hatte seinen Anteil an Schönborns Lächeln im Gesicht. "Auch das war einfach super." Nach den ersten Jazz-Frühschoppen der Saison 2010 zog Schönborn "nach den ersten hundert Metern" eine durchweg gute Zwischenbilanz, gleichwohl er die zurückliegenden Auftritte durchaus differenziert betrachtete. "So kam Max Collie zwar gut an, aus meiner Sicht aber nicht so gut, wie die anderen Bands. Das mag auch am Musikstil gelegen haben, nur Dixie ist vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig. Aber es ist auch schwierig, es jedem recht zu machen." Auf die Maryland-Jazzer aus Köln hatte sich Paul Schönborn ganz besonders gefreut. "Das ist für mich ein echtes Highligt. Da gibt es Gesang und Show." Dem Jahres-Programm attestierte der Organisator "trotz schmaler Kasse" musikalische Bedeutung. Doch in die hohen Dur-Tonlagen mischte Schönborn auch einige Moll-Töne - und die betrafen vor allem die Finanzierungssicherheit für die kommenden Jahre. "Das Problem liegt dabei nicht auf Seiten der Stadt", betonte Schönborn. "Homburg kommt seinen finanziellen Zusagen ohne 'wenn' und 'aber' nach. Aber es fehlt an Sponsoren." Die Situation hätte sich hier deutlich verschlechtert, viele kleiner Sponsoren seien abgesprungen, so Schönborn. Jetzt gelte es, mit dem Programm 2010 zu punkten und so möglichen Sponsoren die Attraktivität eines finanziellen Engagements, gepaart mit öffentlichkeitswirksamen Auftritten der zahlenden Unternehmen, schmackhaft zu machen. "So eine Veranstaltungsreihe gibt es so an keinem anderen Ort. Andere machen Festivals, wir machen hier eine ganz Reihe mit 20 Konzerten." Dass der Homburger Musiksommer mit seinen beiden Konzertreigen ein Eckpfeiler für die Attraktivität der Homburger Innenstadt ist, daran ließ auch der für Kultur zuständige Beigeordnete Raimund Konrad am Rande des Auftritts der Maryland Jazzband of Cologne keinen Zweifel. "Die musikalische Qualität der Veranstaltungen ist ausgesprochen hoch, das darf man nicht vergessen." Und um diese zu halten, nahm auch Konrad die Homburger Geschäftswelt in die Pflicht. "Man darf den Jazzfrühschoppen nicht als Veranstaltung bewerten, die nur am Marktplatz läuft. Diese Veranstaltung bringt Menschen in die ganze Innenstadt. Ein solches Event verbindet, und das ist gewollt, Spaß und Einkaufen. Und das ist ein starkes Pfund, das wir hier in die Waagschale werfen." "Diese Veranstaltung bringt Menschen in die ganze Stadt."Raimund Konrad