Konkurrenten „seit Urzeiten“

In der Ingobertushalle wird es an diesem Samstag ab 18 Uhr heiß hergehen. Die Handballer von Gastgeber SGH St. Ingbert und vom TV Niederwürzbach sind alte Rivalen. Vor dem Verbandsliga-Spitzenspiel sind bisher beide Vereine zufrieden.

Wenn die SGH St. Ingbert an diesem Samstagabend um 18 Uhr den TV Niederwürzbach zum Spitzenspiel der Handball-Verbandsliga in der Ingobertushalle empfängt, wird eine imposante Serie reißen. Denn während der Tabellendritte St. Ingbert bislang alle seine Heimspiele gewinnen konnte, ging Ligaprimus Niederwürzbach auswärts stets als Sieger vom Parkett. Trotz der Heimstärke seiner Mannschaft sieht SGH-Trainer Martin Schwarz die Favoritenrolle eher bei den Gästen: "Von den Namen her ist Niederwürzbach das Non-Plus-Ultra der Liga. Ich habe sie schon vor der Saison als ersten Kandidaten auf den Aufstieg gesehen. Auch bei uns sind sie leichter Favorit", sagt Schwarz.

TVN-Abteilungsleiter Arno Gebhardt aber widerspricht: "Wir sind momentan nicht bei 100 Prozent, haben einige verletzte und angeschlagene Spieler. Für mich ist das ein 50:50-Spiel." Dass Niederwürzbach personell zuletzt nicht aus dem Vollen schöpfen konnte, zeigte sich am vergangenen Spieltag. Bei der 33:35-Heimniederlage gegen die HG Saarlouis II ging das von Jürgen Hartz trainierte Team erstmals in dieser Saison als Verlierer vom Feld. "Trotzdem sind wir mit dem Saisonverlauf absolut zufrieden. Wir liegen im Soll", sagt Gebhardt. Denn die vorangegangenen sieben Spiele hatte Niederwürzbach für sich entschieden - und das, meist überdeutlich. Beim 37:12 Heimsieg über den USC Saar warf der TVN sogar mehr als dreimal so viele Tore wie sein überforderter Gegner.

Zufriedenheit herrscht zur Zeit aber auch bei der SGH. Ein direkter Wiederaufstieg in die Saarlandliga käme wohl zu früh, hieß es vor der Saison von Vereinsseite. Dennoch mischt St. Ingbert in dieser Spielzeit munter an der Tabellenspitze mit und hat seit dem ersten Spieltag keine Partie mehr verloren. "Die Einstellung und Trainingsbeteiligung der Jungs ist top", lobt Trainer Schwarz, der von seiner Mannschaft im Derby volle Konzentration verlangt: "Wenn du gegen Niederwürzbach nur fünf Minuten nachlässt, kann das Spiel schon gelaufen sein."

Arno Gebhardt sieht den Schlüssel zum Erfolg indes in einer geschlossenen Defensivleistung: "Ausschlaggebend wird sein, welche Abwehrreihe besser steht". Einig sind sich Gebhardt und Schwarz, dass die Partie am Samstag eine ganz besondere ist. "Die Konkurrenz zwischen den Vereinen besteht praktisch schon seit Urzeiten. Die Spieler werden heiß sein", sagt Gebhardt. Und Martin Schwarz prophezeit: "Die Derbys zwischen den beiden Mannschaften waren immer hitzig und hart umkämpft. So wird es auch dieses Mal sein."