Lohn für wochenlange Trainingsarbeit

Lohn für wochenlange Trainingsarbeit

Jetzt steht einer Übernahme in die aktive Wehr nichts mehr entgegen: Jugendflamme und Leistungsspange bildeten kein Hindernis für die Mitglieder der Bexbacher Jugendfeuerwehren. Die Abnahme war erfolgreich.

Vor Kurzem meisterten die Jugendfeuerwehren aus Bexbach-Mitte und Höchen die Abnahme der Jugendflamme Stufe I + II, worauf einige Wochen hingearbeitet wurde. Bestandteile der Prüfung waren zum Beispiel Knoten und Stiche anfertigen, einen Unterflur-Hydranten mittels eines Hinweisschilds aufsuchen, Feuerwehrgerätschaften erklären, C-Schlauch ausrollen und einen Notruf absetzten, wie es in der Pressemitteilung heißt. Alle geforderten Aufgaben wurden unter den kritischen Augen der Wertungsrichter erfüllt, und die begehrten Abzeichen konnten somit allen Teilnehmern verliehen werden.

Kaum war die Abnahme der Jugendflamme vorbei, hieß es für die 14- bis 16-Jährigen erneut, extra Übungen einzulegen, um sich auf die Abnahme der Leistungsspange vorzubereiten. Zuvor musste die Höcher Jugendwehr aber am Feuerwehrfest in Bexbach-Mitte zum Stadtpokal antreten. Das ist ein Wettbewerb auf Stadtebene, bei dem die Jugendfeuerwehren der einzelnen Löschbezirke, verschiedene spielerische und feuerwehrtechnische Herausforderungen zu bewältigen hatten. Und die Höcher waren erfolgreich, holten den ersten Platz und somit den Wanderpokal.

Dann kam die Abnahme der Leistungsspange, an deren Prüfungen die Stadt Bexbach mit einer Gruppe aus drei der insgesamt fünf Löschbezirke teilnahm, und zwar erfolgreich. Diese waren vier Jugendlichen aus Höchen (Chantal Maus, Nils Barbarics, Philip Hemm, Justin Güssow), drei aus Oberbexbach (Josephine Weber, Patrik Merkel, Sascha Schoepe) und zwei aus Bexbach-Mitte (Mika Fritz , David Braun).

Nach dem Antreten auf dem Sportplatz in Limbach ging es dann gleich zur Sache. Fünf Disziplinen mussten die Jugendlichen absolvieren. Angefangen mit dem ersten sportlichen Teil, dem Kugelstoßen. Danach ging es zum theoretischen Teil, bestehend aus Fragen zur Feuerwehrtechnik, über Gesellschafts- und Jugendpolitik bis hin zu den Unfallverhütungsvorschriften im Feuerwehrdienst. Bei der anschließenden Schnelligkeitsübung kam es darauf an, in möglichst kurzer Zeit acht Feuerwehrschläuche ohne Verdrehung auszurollen und zu kuppeln. Die vierte Disziplin war der Löschangriff, dabei mussten nicht nur die großen Saugschläuche für die Wasserentnahme gekuppelt werden, sondern auch der Verteiler und mehrere Schläuche sowie die Strahlrohre richtig zum Einsatz gebracht werden. Im Nachgang mussten die Teilnehmer noch einen 1500-Meter-Staffellauf hinter sich bringen.

Als alle Disziplinen erfolgreich gemeistert waren, konnten sich die Jugendlichen bei der Verleihung über die erhaltene Auszeichnung riesig freuen. Nun steht ihnen die Übernahme in die aktive Wehr bevor.

Die Leistungsspange ist der Abschluss der Jugendfeuerwehrausbildung. Sie ist auch die höchste Auszeichnung, die man innerhalb der Jugendfeuerwehr erreichen kann.

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