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SV Spiesen
Borussia Spiesen wartet jetzt aufs Geld

Diese Luftbild-Aufnahme seines Sportplatzes aus dem Jahr 2014 zeigt der SV Borussia 09 Spiesen auf seiner Homepage und hat das Foto der SZ zur Verfügung gestellt. Für das Jahr 2018 ist geplant, den sanierungsbedürftigen Kunstrasen komplett zu erneuern.
Diese Luftbild-Aufnahme seines Sportplatzes aus dem Jahr 2014 zeigt der SV Borussia 09 Spiesen auf seiner Homepage und hat das Foto der SZ zur Verfügung gestellt. Für das Jahr 2018 ist geplant, den sanierungsbedürftigen Kunstrasen komplett zu erneuern. FOTO: Borussia Spiesen
Spiesen-Elversberg. Wichtig fürs Projekt Platz-Sanierung: Am Freitag berät der Gemeinderat das Sportstättenkonzept.

Am Samstag hat Egon Rammo Post von der Gemeinde in seinem Briefkasten gefunden, Absender das Bau- und Umweltamt. Beim Lesen wurde dem Geschäftsführer des SV Borussia 09 Spiesen leichter ums Herz: „Das Ministerium für Inneres, Bauen und Sport hat dem vorzeitigen Maßnahmenbeginn zugestimmt.“ Erstmal also ein Ja zum Antrag der Borussia vom 7. Januar diesen Jahres auf Zuschuss zum Erneuern des Kunstrasenplatzes. Merke: Bis zur abschließenden Prüfung.


Damit scheinen die Sanierungspläne für den vereinseigenen Sportplatz im vorgesehenen Zeitfenster umsetzbar. Hintergrund: Borussia Spiesen (15 Mannschaften, darunter neun Jugendmannschaften, 450 Mitglieder) muss und will seinen Sportplatz 2018 sanieren. Sanierungskosten von 230 000 bis 240 000 Euro rechnet Rammo im Telefongespräch mit der SZ vor (Austausch der oberen Schicht inklusive Entsorgung des alten Belags). An die 60 000 Euro, so Rammo, sollen von der Sportplanungskommission kommen, rund 60 000 Euro aus dem Sonderfonds „Erneuerung Kunstrasenplätze“ des Innenministeriums, an die 80 000 Euro aus dem Gemeinde-Haushalt und rund 40 000 Euro Eigenleistung des Vereins („Und wir müssen die Zwischenfinanzierung stemmen“). Angebote zur Sanierung, sagt Rammo, hat der Verein eingeholt und wäre entscheidungs- und umsetzbereit, wenn die Zuschüsse fließen.

Das hängt auch an vollständigen Unterlagen für die Zuschussgeber. Und dazu gehört ein Sportstättenkonzept. Das war monatelang in der Gemeindeverwaltung in Arbeit. Viel Zeit, fand der Verein und zitterte zunehmend um die Realisierung des Sanierungsprojektes und damit auch um seine wirtschaftliche und sportliche Zukunft, wie Rammo unserer Zeitung schildert. Der Verein habe der Verwaltung als Hilfe sogar Mustervorlagen aus anderen Kommunen geliefert.



Nun meldet das Rathaus Vollzug. „Der Verein muss sich keine Gedanken machen“, sagt Bürgermeister Reiner Pirrung auf Anfrage unserer Zeitung. „In der Gemeinderatssitzung am Freitag wird das Sportstättenkonzept verabschiedet. Ende des Jahres/Anfang des neuen Jahres geht die Post mit allen Unterlagen nach Saarbrücken. Dann können auch zeitnah die Gelder abgerufen werden. Verwaltungschef Pirrung weiter: „Wir hätten das Konzept auch vergeben können, aber wir haben das bei uns im Haus erstellt. In der Verwaltung sind personell nur begrenzte Ressourcen. Das war gute Arbeit.“

Die Post vom Samstag werten die Borussen als positives Zeichen. Auch wenn es im Schreiben vorsorglich heißt: „dass die Zustimmung weder eine Entscheidung über die Förderung der … Maßnahme darstellt, noch lassen sich hieraus Förderansprüche ableiten“.

Die Sanierung des Platzes soll nach Ende des Spielbetriebs im Mai erfolgen, wünscht Borussia Spiesen. Die große Angst: Der Frost setzt dem verschlissenen Platz schon vorher noch mehr zu und die Fußballer können ihn vielleicht gar nicht mehr nutzen. Dann müssten die Borussen nach Elversberg ausweichen.