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Weihnachten im Schuhkarton
Ein letztes Mal Päckchen packen

Die Macher und Unterstützer der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ in Spiesen-Elversberg, Vierte von rechts Inge Matheis.
Die Macher und Unterstützer der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ in Spiesen-Elversberg, Vierte von rechts Inge Matheis. FOTO: Sybille Honecker / Heidi Davidshöfer
Spiesen-Elversberg. Inge Matheis aus Elversberg sucht jetzt Nachfolger für ihre Hilfs-Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“. Von Heike Jungmann

 Ein bisschen wehmütig ist Inge Matheis diesmal bei ihrem Besuch in der Neunkircher Lokalredaktion. Ein gutes Dutzend Mal hat die Elversbergerin gemeinsam mit Ehemann Horst Matheis der Redaktion vom Ergebnis der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ berichtet. Nachdem nun die diesjährige Aktion beendet ist und die Päckchen auf dem Weg nach Rumänien, Bulgarien oder Moldawien sind, sagt Inge Matheis: „Das war definitiv das letzte Mal, nächstes Jahr werde ich keine Päckchen mehr packen.“


Der Grund: Ehemann Horst, Schornsteinfegermeister und Mitglied bei der Feuerwehr, geht in Pension, dann möchte auch die Ehefrau im nächsten Jahr den Ruhestand genießen. Denn das Sammeln und (Aus-)Sortieren der Geschenke und das Einpacken der Schuhkartons in festliches Papier nahmen viel Zeit und Energie in Anspruch. „Das ganze Jahr über hat meine Frau günstige Geschenke selbst gekauft und für die Aktion bei Sponsoren geworben“, weiß Horst Matheis. Unterstützt wurde sie dabei von fleißigen Strickerinnen, die Socken, Pullis, Schals und Mützen für bedürftige Kinder gestrickt haben.

An der Aktion beteiligte sich beispielsweise die SPD-Gemeinderatsfraktion, die Feuerwehr, die Schornsteinfegermeisterinnung für das Saarland und auch Bürgermeister Reiner Pirrung. Gesammelt hat auch dieses Jahr wieder die Christliche Buchhandlung, die stolze 172 Schuhkartons befüllen konnte. Insgesamt haben sich bei Familie Matheis im Jahr 2017 in der Wohnung 538 Schuhkartons angesammelt – Rekord. „Wir wollten zum Abschluss noch einen draufsetzen“, verrät das Ehepaar lächelnd, das darauf hofft, dass jemand anderes in der Umgebung die Leitung der Aktion übernimmt. Beide fänden es schade, wenn die gute Idee, bedürftigen Kindern eine Weihnachtsfreude zu bereiten, nicht fortgeführt würde. Zum Abschied bedankt sich Inge Matheis noch einmal bei allen Helfern. „Es hat mir Spaß und Freude gemacht, auch wenn es viel Arbeit war.“