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Spieser Fastnachter
Zukunft der Halle: Was der Rat bedenken muss

Spiesen-Elversberg.   Diese Woche könnte entscheidend sein für die Session in der Gemeinde Spiesen-Elversberg. In den vergangenen Tagen gebastelte „Notlösungen“ kommen jetzt auf den Umsetzungs-Prüfstand. Das war am Wochenende von den Karnevalisten zu erfahren. Am Donnerstag steht auch ein Gespräch mit dem Bürgermeister an. Hintergrund: Die beiden Karnevalsvereine KV Alleh Hopp Spiesen und NKV Elverberger Narrenzunft müssen ihre Veranstaltungen unter ein Dach bringen. Für die Spieser Langdellhalle gibt es keine Genehmigung, es bleibt nur die Glückauf-Halle Elversberg (unsere Zeitung berichtete). Von Claudia Emmerich

  Diese Woche könnte entscheidend sein für die Session in der Gemeinde Spiesen-Elversberg. In den vergangenen Tagen gebastelte „Notlösungen“ kommen jetzt auf den Umsetzungs-Prüfstand. Das war am Wochenende von den Karnevalisten zu erfahren. Am Donnerstag steht auch ein Gespräch mit dem Bürgermeister an. Hintergrund: Die beiden Karnevalsvereine KV Alleh Hopp Spiesen und NKV Elverberger Narrenzunft müssen ihre Veranstaltungen unter ein Dach bringen. Für die Spieser Langdellhalle gibt es keine Genehmigung, es bleibt nur die Glückauf-Halle Elversberg (unsere Zeitung berichtete).


Doch die Gedanken gehen auch schon in die nächste Session 2018/19. Kann die Sporthalle Langdell bis dahin zur Versammlungsstätte (mehr als 199 Besucher) ertüchtigt werden? „Im März 2018 wollen wir den Haushalt verabschieden. Der Gemeinderat muss jetzt im Rahmen des Investitionsprogramms entscheiden, was ihm die Ertüchtigung der Langdellhalle wert ist“, sagt auf SZ-Anfrage Bürgermeister Reiner Pirrung. „Und der Rat muss bedenken, dass es in der Gemeinde nicht nur um die Fastnachter geht, es geht auch um Sportler und diejenigen, die mit Fasching nichts am Hut haben.“ Am 18. Januar tagt der Bauausschuss zum ersten Mal im neuen Jahr, am 2. Februar dann der Gemeinderat. Pirrung: „Da sind eine Weichenstellung, zumindest eine Absichtserklärung zu erwarten.“

Der alte Bauantrag zur Nutzungsänderung der Langdellhalle aus dem Jahr 2011 ist gescheitert. „Wenn man ehrlicher gewesen wäre, hätte man die Halle erst ertüchtigen lassen, dann abnehmen lassen“, sagt Pirrung rückblickend. „So sind die Einzelgenehmigungen ab 2012 lediglich Krücken gewesen.“ Im Oktober hat die Untere Bauaufsicht jedoch endgültig Nein gesagt.



Bei einer Willenserklärung des Gemeinderats, die Langdellhalle genehmigungstauglich zu ertüchtigen, werde die Gemeinde einen neuen Bauantrag stellen und belastbare Unterlagen (Brandschutzkonzept) einreichen, so Pirrung. Das Verfahren ziehe sich dann nicht mehr hin, glaubt der Verwaltungschef: „Bestenfalls könnte der Antrag im ersten Halbjahr 2018 genehmigt, im zweiten Halbjahr umgesetzt werden. Wohl sicher bis 2020.“