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Offene Tür
Lernen in familiärer Atmosphäre gehört zum Konzept

Nils Bommer (links) und Niclas Müller schauen sich im EDV Raum beim Unterricht von Eric Wack um.
Nils Bommer (links) und Niclas Müller schauen sich im EDV Raum beim Unterricht von Eric Wack um. FOTO: Jörg Jacobi
Heiligenwald. Gut angenommen wurde der Tag der offenen Tür an den Privaten kaufmännischen Schulen in Heiligenwald. Auch viele Ehemalige kamen zu Besuch. Von Gerhard Krämer

Die Privaten kaufmännischen Schulen in Schiffweiler-Heiligenwald sind staatlich anerkannte, schulgeldfreie Ersatzschulen. Die Handelsschule schließt mit dem Mittleren Bildungsabschluss ab und in der Fachoberschule kann beispielsweise die Studienberechtigung für Fachhochschulen erworben werden. Bei beiden Schulformen gelten die gleichen Aufnahmebedingungen und die gleichen Abschlussberechtigungen wie an staatlichen Schulen. Darauf hat noch einmal Kathrin Therre, Lehrerin für Deutsch, Ethik und Sozialkunde, am Tag der offenen Tür hingewiesen.  


An den Privaten kaufmännischen Schulen werden in drei Handelsschulklassen und fünf FOS-Klassen von acht Lehrerinnen und Lehrern insgesamt 185 Schülerinnen unterrichtet. Neben einem stark schülerzentrierten pädagogischen Konzept legen die beiden Schulleiterinnen Priska Gebhardt und Anette Krämer mit den Fachlehrerinnen und -lehrern großen Wert auf eine familiäre Atmosphäre. Eric Wack, der selber Chemie, Mathematik und Datenverarbeitung unterrichtet, lobte gegenüber der SZ die guten Rahmenbedingungen für den Schulbetrieb.

Julie Weydmann und Lukas Pfister, beide aus Merchweiler, und Cameron Nitschki aus Neunkirchen, besuchen aaktuell die Fachoberschule. Julie Weydmann findet: „Die Lehrer sind relativ entspannt.“ Für Lukas Pfister, dessen Mutter bereits in dieser Schule an ihrem früheren Standort in Neunkirchen war, ist auch entscheidend, dass die Schule durch ÖPNV gut zu erreichen ist.



In diesem Jahr wird schon zum fünften Mal eine Job- und Ausbildungsmesse in der Schule durchgeführt.

Das Schulkonzept scheint zu funktionieren. Dies belegt die verhältnismäßig hohe Zahl an „Ehemaligen“, die beim Tag der offenen Tür regelmäßig vorbeikommen und im Bistro bei Kaffee und Kuchen alte Geschichte wieder aufleben lassen. Dabei sind Rückblicke auf Klassenfahrten und insbesondere Abschlussfeste bei Wachdersch, die regelmäßig von der Schule organisiert werden, immer wieder die Höhepunkte. Cynthia Schmidt aus Merchweiler und Michelle Steffgen aus Hüttigweiler bringen es auf den Punkt, wenn sie der SZ sagen, dass einige Lehrer eher als „Freunde“ in Erinnerung bleiben denn als sture Pauker.

Familie Weißert aus Neunkirchen hat sich, wie es gegenüber der SZ heißt, sofort entschlossen,  Sohn Lukas für das kommende Schuljahr anzumelden. Lukas selbst zeigt sich begeistert von der relativ kleinen, überschaubaren Schule mit dem unmittelbaren Kontakt zu den Lehrern.

Aktuell arbeiten die Schüler gerade an einem neuen Projekt. Unter Federführung von Nico Morgenthal aus Stennweiler werden Jan Dörr, Annalena Dörr und Lukas Geier einen Umzugswagen gestalten. Lehrer und Schüler können dann unter dem Banner der Schule bei verschiedenen Faschingsumzügen mitwirken.

Weitere Infos: Telefon (0 68 21) 2 70 25