Irischer Abend in Dirmingen mit Band Heebie-Jeebies

Konzert in Dirmingen : „Sláinte“: Feiern bei Guinness und Irish Folk

Super Stimmung bei Pub-Atmosphäre: Der irische Abend in der Dirminger Scheune war ausverkauft.

Während die rund 120 Konzertbesucher oben in der Dirminger Scheune bereits mächtig bei irischer Musik der Band Heebie-Jeebies abfeierten, saß Frank Klein vom Kulturverein Dirmingen noch unten an der Kasse. Längst hatte er das Schild „Ausverkauft“ aufgestellt, wartete noch auf die letzten Nachzügler, die Karten vorbestellt hatten. Das Vorbestellen erwies sich in der Tat als klug – denn mittlerweile hat sich der Irische Abend in der Scheune zum Selbstläufer entwickelt, Tickets sind heiß begehrt. Eine Woche vor der Kirmes, verriet Klein, ist er zugleich so etwas wie das „Warmlaufen“ für die Kulturaner und ein Höhepunkt im Jahresprogramm allemal.

Nicht nur warm, sondern mächtig heiß wurde es am Freitagabend dem Publikum, aber auch den vier Akteuren aus Südhessen. Die Band, die mit richtig tollem Irish Folk, mal gefühlvoll, mal mitreißend, begeisterte, kommt nicht von der grünen Insel, sondern aus dem Odenwald. Doch spätestens, wenn die Vier zu singen und zu spielen beginnen, nehmen sie musikalisch ihre Zuhörer mit auf eine Reise in die traumhaften Landschaften Irlands. Zum ersten Mal überhaupt im Saarland zu Gast waren Martin „Mike“ Müller, Tina Czemmel-Zink, Franz Lechner und Michael „Mikel“ Pascuzzi. Vom Publikum, aber auch von der Location, zeigte sich Müller absolut begeistert. „Ich finde es klasse, wie das Publikum heute Abend gleich vom ersten Lied an mitgeht. Die Pub-Atmosphäre mit den Stehtischen und dazu die alte Scheune mit viel Holz, das hat der Veranstalter richtig gut gemacht“, lobte Müller. Vor allem aber freute er sich darüber, „dass der Veranstalter uns blindes Vertrauen geschenkt hat“.

Ausgesucht hat die Band Frank Klein. Schon früh hat er sich im Internet auf die Suche gemacht und ist so auf die handgemachte und mitreißende Musik von den Heebie-Jeebies gestoßen. Und gleich nach den ersten Songs konnte Klein einen Erfolg für sich verbuchen – gut ausgesucht. Bei den schnellen Stücken wurde frenetisch mitgeklatscht und auch getanzt, die gefühlvollen Songs trieben sogar einigen gestandenen Männern ein paar Tränen in die Augen. Zum ersten, aber längst nicht letzten Mal am Abend kam Gänsehautstimmung – das in etwa bedeutet der Bandname – bei „Oh Danny Boy“ auf. Hier sorgte Sängerin Tina großes Kino. Neben den Songs, die zum Lauschen und Träumen, aber auch zum Mitsingen einluden, hatte die Band auch einige Instrumentals mitgebracht. Hier konnte vor allem Franz Lechner an der Fidel seine Virtuosität unter Beweis stellen. Nicht zu kurz kommen durfte in den Pausen die Abkühlung mit einem Getränk. Der Kulturverein hatte gleich mehrere Biersorten im Angebot. „Ein Guinness verbindet“, scherzte Bandleader Müller, auf die Sprachbarrieren zwischen dem Saarland und Hessen angesprochen. Bis spät in den Abend gaben die Heebie-Jeebies mächtig Gas und wurden dafür vom Dirminger Publikum mit mächtig viel Beifall und gleich mehrfach mit einem lautstarken „Sláinte“ (Prost) bedacht.

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