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Gemeinde Eppelborn investiert in neuen Windpark bei Freisen

Gemeinde Eppelborn investiert in neuen Windpark bei Freisen

Fünf neue Windkraftanlagen sollen in dem Windpark bei Freisen errichtet werden. Die Anlagen werden voraussichtlich ab Frühjahr 2017 in Betrieb genommen Auch Bürger können Anteile erwerben.

Die Gemeindewerke Eppelborn und die Gemeinde beteiligen sich an einem neuen Windpark. Dieser wird an einem für das Saarland sehr guten Windstandort bei Freisen in der Nähe des bestehenden Windparks Saar errichtet. Die vorgesehene Gesamtinvestition liegt bei rund 26 Millionen Euro, wie die Gemeinde mitteilt. Etwas über 50 Prozent der Anteile werden an Bürger vergeben. Die Gemeindewerke Eppelborn haben eine Option ihres Partners Stadtwerke Saarbrücken Beteiligungsgesellschaft gezogen und einen Anteil von rund 5,5 Prozent an der neuen Projektgesellschaft erworben. Damit werden die bestehenden Kooperationen im saarländischen kommunalen Netzwerk der Saarbrücker Stadtwerke gestärkt. Zudem beteiligt sich die Gemeinde Eppelborn mit einem Volumen von 50 000 Euro an dem neuen Windpark.

Der Windpark besteht aus fünf Windenergieanlagen der Firma Vestas vom Typ V112 mit jeweils 3,3 Megawatt (MW) und 140 Meter Nabenhöhe. Die Gesamtleistung des Parks beträgt 16,5 MW. Die Anlagen werden voraussichtlich ab Frühjahr 2017 in Betrieb genommen. Sie werden in einem bestehenden Windfeld von insgesamt 13 Anlagen des Windparks Saar errichtet, wodurch sehr gesicherte Windverhältnisse vorliegen, so heißt es weiter.

"Der Windpark befindet sich an einem für das Saarland sehr ertragreichen Standort und untermauert die Strategie der Gemeindewerke und der Gemeinde Eppelborn , die erneuerbaren Energien mit möglichst geringen Risiken auszubauen", betonen Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset sowie Werner Hell und Falk Ihrig, Geschäftsführer der Gemeindewerke Eppelborn .

Mit einer erwarteten, mittleren Windgeschwindigkeit von etwa sieben Metern pro Sekunde auf Nabenhöhe, kann mit einer durchschnittlichen jährlichen Stromeinspeisung in Höhe von rund 39,5 Millionen Kilowattstunden (kWh) gerechnet werden. Damit können über 13 000 Haushalte mit Strom versorgt werden. Gleichzeitig liegt die jährliche CO{-2}-Ersparnis bei rund 30 000 Tonnen.

Die anteilige EEG-Stromerzeugung, bezogen auf die Eppelborner Anteile, wird mit jährlich rund 2,4 Millionen kWh erwartet. Diese Strommenge reicht aus, um fast 800 Haushalte mit je 3000 kWh Jahresverbrauch pro Jahr zu versorgen und rund 1800 Tonnen umweltschädliches CO{-2} einzusparen, so heißt es weiter.

Die Beteiligung am neuen Windpark in Freisen passt gut zur umweltverträglichen und nachhaltigen Ausrichtung der Gemeindewerke Eppelborn . Mit ihrer Dachmarke "kommpower" versorgen die Eppelborner Werke ihre Haushaltskunden schon seit Jahren ausschließlich mit 100 Prozent Ökostrom.

Als EMAS-zertifizierte Kommune hat sich die Gemeinde Eppelborn eine deutliche Steigerung bei der Erzeugung des lokal produzierten Stroms aus regenerativen Energien vorgenommen. So konnten im Jahr 2015 mehr als 57 Prozent des in Eppelborn verbrauchten Stroms aus Wind- und Sonnenenergie bereitgestellt werden; mehr als doppelt so viel wie die Zielvorgabe des Saarlandes (20 Prozent) und fast doppelt so viel wie die Vorgabe des Bundes (30 Prozent) für das Jahr 2020.