Ein Marsch für "Rocky"

Hangard. Nach der guten Besucherresonanz bei der Premiere im vergangenen Jahr hatte sich der Verein der Musikfreunde Hangard entschlossen, sein Frühjahrskonzert erneut als Vormittagsveranstaltung durchzuführen

Hangard. Nach der guten Besucherresonanz bei der Premiere im vergangenen Jahr hatte sich der Verein der Musikfreunde Hangard entschlossen, sein Frühjahrskonzert erneut als Vormittagsveranstaltung durchzuführen.Dieses Mal waren in der Ostertalhalle allerdings einige Stühle leer geblieben, was die Verantwortlichen des Vereins auf Terminüberschneidungen mit anderen Ereignissen im Ort zurückführten.Den ersten Teil der Konzertmatinee gestaltete die Anfängergruppe des VdM Hangard, die unter der Leitung von Toni Schu ihre musikalischen Fortschritte bewies. Als "Kommentator für die erste Halbzeit" fungierte Fabian Lemmes, der zu allen Stücken die entsprechenden Erläuterungen gab. Die Nachwuchsmusikanten hatten sich drei Stücke des holländischen Komponisten Jacob de Haan, Filmmelodien sowie zwei Volksweisen aus England und Lateinamerika für das Konzert ausgesucht.Hommage an AbbaDas Musikangebot der 40 Musikerinnen und Musiker des großen Orchesters erstreckte sich von traditionellen Märschen über Operettenmelodien bis zur Musik der 80er Jahre und eine Hommage an die legendäre Popgruppe Abba. Für den schwungvollen Einstieg sorgten Dirigent Toni Schu und sein Ensemble mit dem Konzertmarsch "Arsenal", der 1996 anlässlich des 50-jährigen Bestehens eines belgischen Eisenbahnorchesters uraufgeführt worden war. Nach "River of Life" des jungen Komponisten Steven Reineke zeigte das Orchester bei zwei Medleys aus "Maske in Blau" und dem "Weißen Rössl", dass es ebenso in der Welt der Operette zuhause ist. Der Konzertmarsch "Mein Tirol" des Tiroler Komponisten Michael Stern passte geografisch ebenfalls in diese Region. Unter dem Titel "Eighties Flashback" interpretierte das Orchester hervorragend einige bekannte Rocktitel der Achtziger Jahre von Michael Jackson, Cindy Lauper, Bon Jovi, Joe Cocker und Jennifer Warnes ("I've had the time of my life" aus dem Film "Dirty Dancing") oder der US-Rockband Survivor aus dem Film Rocky III. Bei dem Titel "Saxo-Trip" glänzten als Solisten Manfred Müller, Adrian Dörr, Andrea Wedekind und Jens Müller. Kontrastreich mit etwas gefühlvolleren und getrageneren Stücken präsentierte sich das Orchester noch einmal zum Ende der Matinee beim "Florentinermarsch" von Julius Fucek und dem Abba-Titel "Thank you for the Music" sowie dem weltbekannten Marsch "Alte Kameraden" zum Abschluss des Konzertes.Unterhaltung bis zum EndeMit diesem Marsch ging zwar das offizielle Programm zu Ende, die Veranstaltung aber lange noch nicht, denn bei den Musikantensteaks zum Mittagessen und anschließendem Kaffee und Kuchen wurden die Besucher weiterhin mit beschwingten Melodien und Rhythmen durch das Orchester unter Leitung von Toni Schu unterhalten. "Leider gab es zeitgleich weitere Termine im Ort." Vereinsmitglied