| 12:45 Uhr

Fußball
Das Ellenfeld träumt von einem EM-Auftritt

Foto: Jo Frisch
Foto: Jo Frisch FOTO: Jo Frisch
Neunkirchen. Die Bewerbung als Trainingsplatz läuft. Die Chancen stehen gut, glaubt die Borussia.

Große Ereignisse in der Fußballwelt werfen ihre Schatten in der Regel schon ganz früh voraus. So auch die Fußball-Europameisterschaft 2024, für deren Ausrichtung sich der Deutsche Fußball-Bund beworben hat. Für den DFB wäre es nach der EM 1988 und den beiden Weltmeisterschaften 1974 und 2006 das vierte große Turnier. Einziger Konkurrent für 2024: Der Türkische Verband TFF. Beide Verbände müssen bis zum 27. April 2018 ihre kompletten Bewerbungsunterlagen bei der UEFA einreichen. Die Entscheidung über das Ausrichterland fällt am 24. September 2018.


Auch das Ellenfeld-Stadion in Neunkirchen könnte bei der EM, sollte sie denn in Deutschland stattfinden, eine Rolle spielen. Eine kleine zwar, aber immerhin, wie es jetzt in einer Pressemitteilung der Borussen heißt. Und das ginge so: Die 4-Sterne-Herberge „Victors Seehotel Weingärtner“ in Nohfelden, inmitten des St. Wendeler Landes nahe am Bostalsee gelegen, hat beim DFB-eigenen Reisebüro in Frankfurt eine Bewerbung als Gastgeber-Hotel für eine der teilnehmenden Mannschaften vorgelegt. Das Hotel hat neben der ruhigen Lage mit dem Wellness-Bereich (inklusive Schwimmbad, Whirlpool, Sauna und Dampfbad) günstige Voraussetzungen für die Unterbringung eines EM-Teilnehmers vorzuweisen, wie es weiter heißt. Was fehlt, ist eine geeignete Trainingsanlage im saarländischen Umfeld. Genau hier kommt das Ellenfeld ins Spiel, knapp 50 Kilometer vom Bostalsee entfernt und mit dem Team-Bus in einer guten halben Stunde erreichbar.

Der DFB hat mittlerweile an die Adresse Borussias die ausdrückliche Empfehlung ausgesprochen, sich mit dem Ellenfeld-Stadion als Trainingsstätte zu bewerben. „Möglicherweise hat die Begehung unseres Stadions am 14. Februar im Zusammenhang mit der Suche des 1. FC Saarbrücken nach einer geeigneten Spielstätte im Falle des Aufstiegs in die 3. Liga einen so positiven und nachhaltigen Eindruck hinterlassen und den Ausschlag dafür gegeben, dass man uns nun eine solche Bewerbung ans Herz gelegt hat“, vermutet Borussias Vereinsarchivar und Stadionbeauftragter Dr. Jens Kelm, der auch schon ein entsprechendes Bewerbungsschreiben, dem auch Fotos beigelegt sind, ausgearbeitet hat.

„Es liegt der Stadt Neunkirchen unterschriftsreif vor. Denn die Stadt ist als Eigentümer die Unterzeichnerin, nicht der Verein“, stellt Dr. Kelm klar.

Die Zeit drängt: In wenigen Tagen (bis zum 9. März) muss die unterschriebene Bewerbung dem DFB vorliegen. Das Ellenfeld-Stadion als Trainingsstätte eines EM-Teilnehmers? Für Borussia, die Stadt Neunkirchen und die Fußballfreunde im Saarland wäre dies jedenfalls mehr als nur ein Licht am Horizont und eine weitere Motivation, die Entwicklung des Ellenfelds voranzutreiben, so heißt es abschließend.



(red)