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Kolumne
Für was Weißer Sonntag steht

FOTO: Robby Lorenz / SZ

Am vergangenen Wochenende startete auch bei uns im Kreis der Reigen der Erstkommunionfeiern. Durch die Strukturveränderungen  bei  der katholischen Kirche (Stichwort  Priestermangel)  verteilt  sich der Weiße Sonntag mittlerweile auf mehrere Wochenenden. Aber trotzdem ist es für alle, die es miterleben, immer noch ein besonderes Fest. Ich weiß zum Beispiel heute noch sehr gut, wie stolz ich auf meinen Kommunionsanzug (aus blauem Samtstoff!) war und was ich zu meiner Erstkommunion geschenkt bekam. Nun mag man einwenden, dass es bei der Zeremonie eigentlich eher darum geht, dass wir dadurch in die Gemeinschaft der Gläubigen aufgenommen werden und Anteil an der göttlichen Natur erhalten. Nur ticken wir Menschen wohl in der Mehrheit etwas profaner und vergessen diesen metaphysischen Aspekt der Erstkommunion allzu bald wieder. Vielleicht ist es darum angebracht, daran zu erinnern, für was dieser Tag eigentlich steht – jenseits der Geschenkorgien.