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Orscholz
Auf einer Tour das Gehirn aktivieren

Die Denkspur ist eine gute Gelegenheit, etwas für die eigene Gesundheit zu tun. Auf einem ersten Trip: Umweltminister Reinhold Jost, Bürgermeister Daniel Kiefer und Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich. Uto Scheidt (2. von rechts) klärt über die Ziele der Aufgaben an den einzelnen Stationen auf.
Die Denkspur ist eine gute Gelegenheit, etwas für die eigene Gesundheit zu tun. Auf einem ersten Trip: Umweltminister Reinhold Jost, Bürgermeister Daniel Kiefer und Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich. Uto Scheidt (2. von rechts) klärt über die Ziele der Aufgaben an den einzelnen Stationen auf. FOTO: Erich Brücker
Orscholz. Auf einem Pfad in Orscholz sind Denktafeln installiert. An diesen werden per App Aufgaben gestellt, die gelöst werden sollen.

Mettlachs Bürgermeister Daniel Kiefer hat dieser Tage mit Umweltminister Reinhold Jost und Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich den Denkpfad Gedächtnis- und Kardioprävention in Orscholz seiner Bestimmung übergeben. Neben Mitgliedern seiner Verwaltung sowie Gemeinde- und Ortsrat begrüßte der Verwaltungschef insbesondere Jutta Dick, die Vorsitzende des Gesundheitsnetzes Untere Saar eG (GNUS), sowie deren Projektmitarbeiter Alfons Blass, Michael Buchna, Ernst Kohn und Uto Scheidt. „Freuen wir uns alle, dass heute der Denkpfad nach einigen Testwochen für die Bürger der Region sowie interessierte Besucher als weiteres gesundheitstouristisches Angebot nutzbar ist“, sagte Kiefer.


Sein Dank galt den Initiatoren des Gesundheitsnetzes Untere Saar, die das Projekt im Rahmen einer LEADER-Initiative realisieren konnte. Worte des Dankes richtete der Verwaltungschef auch an Umweltminister Reinhold Jost, der das Vorhaben mit 40 000 Euro bezuschusst hatte. Weitere Sponsoren halfen mit, die Maßnahme zu stemmen, so dass keine Kosten vom Mettlacher Gemeindehaushalt aufgebracht werden mussten.

„Der Denkpfad ist eine Aufwertung des Gesundheits- und Tourismusstandortes Mettlach und insbesondere für Orscholz ein Alleinstellungsmerkmal, das es nunmehr durch die Gemeinde zu vermarkten gilt“, betonte Kiefer, der das freiwillige Engagement der Initiatoren als nicht selbstverständlich für die eigene Region herausstellte. „Mein Ministerium hat gerne ein gutes Maß an Förderung beigesteuert, schließlich steigert das Projekt auch die Attraktivität eurer Kurgemeinde“, sagte Umweltminister Jost und dankte den Initiatoren für die Umsetzung des Werkes an einem der schönsten Plätze des Saarlandes.



Der Denkpfad für Gedächtnis- und Kardioprävention soll Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge wie Bewegung, kognitive Aktivierung und soziale Kontaktintensität in einem Angebot verbinden, so der Minister weiter.

„Orscholz ist nicht nur Cloef und Saarschleife, sondern auch heilklimatischer Kurort, der für Prävention und Rehabilitation einsteht. Hier geht es um die Erhaltung der Gesundheit für alle Generationen“, erläuterte Alfons Blass den Gästen  die Ziele des Gesundheitsnetzes Untere Saar. Mit dem Baumwipfelpfad habe man den Weg einer wirtschaftlichen Wertschöpfung eingeschlagen, der mithelfen soll, die Verweildauer der Gäste zu verlängern.

Bei einem kleinen Spaziergang über den Denkpfad klärte Uto Scheidt vom Deutschen Institut für Demenzprävention über die Ziele der Aufgaben an den neun Tafeln auf. Zudem stellte er die Denkspur-App und ihre Handhabung vor. Jedermann und -frau konnte hierbei gleich in die Materie einsteigen. Unterschiedlicher Art waren diese Aufgaben. Das Kurzzeitgedächtnis wird ebenso geschult wie die Fähigkeiten der Konzentration und der Kombination. Es wird trainiert, Schlüsse zu ziehen und Informationen zu verknüpfen, ebenso das Durchhalte- oder auch Einschätzungsvermögen.

„Es ist eine Schnitzeljagd für Groß und Klein, auch körperlich anregend. Dazu muss der Grips eingeschaltet werden“, zog Reinhold Jost nach dem Spaziergang sein persönliches Fazit und fand, dass sein Geld gut angelegt sei. „Die Denkspur ist für alle Generationen gleichermaßen geeignet, wobei die jüngere wohl mehr technikorientiert den Weg verfolgen wird“, sagte Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich, die sich erfreut zeigte, dass sich hier in Orscholz das Gesundheitsnetzwerk gebildet habe sowie demnächst auch die Gemeinschaftsschule mit eingebunden werde.