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Merzig
Stadt Merzig weist Kritik in Sachen Blättelbornweiher zurück

Um den ökologischen Zustand des Blättelbornweiers ist es zurzeit nicht gut bestellt.
Um den ökologischen Zustand des Blättelbornweiers ist es zurzeit nicht gut bestellt. FOTO: Erich Gandner
Merzig. Laut Verwaltung hat es bereits Treffen mit dem Angelsportverein Merzig gegeben.

Die Stadt Merzig hat mit deutlicher Kritik an Klaus Borger, dem Vertreter der Grünen im Stadtrat, auf dessen Äußerungen bezüglich des Blättelbornweihers reagiert. Borger hatte im Namen des Fraktionsbündnisses von Grünen und Freien Wählern im Stadtrat in der SZ angekündigt, dass der Stadtrat das Thema „Renaturierung des Blättelbornweihers“ auf Antrag des Fraktionsbündnisses in einer seiner nächsten Sitzungen behandeln soll. Nach Ansicht der Stadtverwaltung erweckt Borger mit seinen Äußerungen im SZ-Artikel „Rat soll über Blättelbornweiher sprechen“ (Ausgabe vom Donnerstag) den Anschein, dass die Kreisstadt Merzig bei der Renaturierung des Gewässers bislang untätig geblieben ist.


„Dieser Vorwurf kann von der Kreisstadt Merzig so nicht hingenommen werden“, heißt es in einer Stellungnahme aus dem Rathaus. So stehe die Kreisstadt Merzig in enger Abstimmung mit dem Angelsportverein (ASV) Merzig, der Pächter der Weiheranlage ist. „Es haben auch schon Treffen stattgefunden“, betont die Stadtverwaltung. Vom ASV Merzig sei bereits eine Anfrage beim Fischereiverband Saar auf die Nutzung eines Saugbaggers gestellt worden, der eine Schicht von einem Meter des Weiherbodens abtragen könnte.

Weiter stellt die Stadt klar: „Im Gegensatz zu den von Herrn Borger genannten Kosten von 200 000 Euro, die zu einem Zeitpunkt genannt wurden, als es die Möglichkeit mittels Saugbagger noch nicht gab, würde diese Variante nach derzeitigen Erkenntnissen deutlich günstiger sein.“

Zudem sei in der letzten Sitzung des Fachausschusses am 20. März darauf hingewiesen worden, dass in der kommenden Stadtratssitzung am 15. Mai über das Thema berichtet wird und Lösungsvorschläge gemacht werden. „Dies wusste daher auch Herr Borger, bevor er die Pressemeldung schrieb“, betont die Stadtverwaltung. Abschließend heißt es in der Stellungnahme aus dem Rathaus: „Der Kreisstadt Merzig ist bewusst, dass sich der Blättelbornweiher in einem schwierigen ökologischen Zustand befindet. Eine Bedrohung der Tiere im Gewässer besteht aufgrund der Sauerstoffzufuhr zurzeit allerdings nicht.“