Relegation unter VorbehaltVon wegen Saison-Ende

Hühnerfeld. Es ist eine seltsame Situation für Viktoria Hühnerfeld. Denn am heutigen Mittwoch sollte es um die sportliche Zukunft des Vereins gehen - oder auch nicht. Eigentlich sollte die Viktoria dann das entscheidende Spiel in Saarwellingen (18.20 Uhr) gegen den FC Reimsbach II um die Relegation zum Abstieg aus der Fußball-Landesliga Südwest spielen

Hühnerfeld. Es ist eine seltsame Situation für Viktoria Hühnerfeld. Denn am heutigen Mittwoch sollte es um die sportliche Zukunft des Vereins gehen - oder auch nicht. Eigentlich sollte die Viktoria dann das entscheidende Spiel in Saarwellingen (18.20 Uhr) gegen den FC Reimsbach II um die Relegation zum Abstieg aus der Fußball-Landesliga Südwest spielen.Doch dieses Spiel hätte auch vollkommen nutzlos sein können. Denn die wirkliche Entscheidung fällt überhaupt nicht im Saarland, sondern in Mainz. Sollte nämlich die zweite Mannschaft des Bundesligisten aus der Regionalliga West absteigen, dann würde sich das eben bis in die Landesliga Südwest auswirken. Und da Reimsbach II und Viktoria Hühnerfeld punktgleich auf Platz elf und zwölf der Tabelle stehen, könnten sie von einem Mainzer Abstieg betroffen sein und sollten also quasi vorsorglich ein Relegationsspiel austragen.Doch neben terminlicher Probleme kam es keinem der beiden Vereine gelegen, ein Spiel zu spielen, das unter Umständen bedeutungslos sein könnte. "Also sind wir an den Saarländischen Fußball-Verband herangetreten, um das Spiel zu verlegen", sagt Werner Hermann vom Spielausschuss der Viktoria. Und der Verband hat zugestimmt. Das Spiel wurde auf kommenden Mittwoch (26. Mai) um 18.30 Uhr in Menningen verlegt. Dann könnte Mainz schon den Klassenverbleib geschafft haben. Wobei dann auch das wiederum für Verstimmung bei Hühnerfeld sorgt. "Aus Reimsbach sind es zwölf Kilometer nach Menningen. Aus Hühnerfeld sind es 45. Das ist schon etwas unangenehm", klagt Hermann. Doch neben dieser Entscheidung für Menningen ist es vielmehr die eigentliche Situation, die Hermann stört: "Das kann doch nicht sein, dass man in einer Liga mit 18 Mannschaften als Elfter oder Zwölfter noch absteigen kann. Das ist doch lächerlich. Das ist ein Drittel der Liga, das absteigen muss."Immerhin dürfte die Motivation für die Mannschaft jetzt, wo es im Spiel gegen Reimsbach tatsächlich um etwas gehen könnte, größer sein, hofft Hermann: "Die Jungs wissen, um was es geht. Das haben sie schon im letzten Spiel beim 5:0 gegen Ludweiler gezeigt. Die wollen ja auch lieber in der Landesliga spielen." Eines hat sich aber auch mit der Spielverlegung weder in Reimsbach noch in Hühnerfeld geändert. Die Blicke gehen am Wochenende nach Mainz. Und vielleicht bleibt den beiden dann das Spiel ja schon erspart. Bischmisheim/Güdingen/Rastpfuhl. Für den FC Rastpfuhl geht es heute um 18.30 Uhr in St. Nikolaus gegen Bisten um die Qualifikation für die Landesliga. Allerdings stünde auch mit einem Sieg noch nichts fest für den Zweiten der Bezirksliga Saarbrücken. Denn das Spiel ist quasi "Halbfinale" zur Landesliga-Qualifikation. Der Gewinner muss noch ein Spiel (22. Mai, 16 Uhr, Spielort offen) absolvieren. Dann könnte Rastpfuhl auf einen guten Bekannten treffen. Denn im anderen "Halbfinale" trifft der Dritte Walpershofen auf Mettlach II. Am Samstag steht dann fest, wer in die Landesliga aufsteigt. Das ist auch beim SV Güdingen so. Der war in der Kreisliga A Halberg Zweiter geworden und kann nun mit einem Sieg gegen Schaffhausen doch noch die Qualifikation für die Bezirksliga schaffen. Der psychologische Vorteil dürfte dabei eindeutig auf Seiten der Güdinger liegen. Denn Schaffhausen hatte am Sonntag überraschend noch den Titel in der Kreisliga A Warndt verloren. Das könnte Güdingen in die Karten spielen. Der FV Bischmisheim II hingegen weiß nicht einmal, gegen wen es in der Relegation geht. Der Zweite der Bezirksliga Obere Saar muss nach Wemmetsweiler schauen, wo der Gegner ermittelt wird. Dort treffen Diefflen II und Reimsbach II aufeinander. Gegen einen der beiden geht es dann am Samstag (16 Uhr) in Reisbach. jbö "Das kann doch nicht sein, dass man in einer Liga mit 18 Mannschaften als Zwölfter noch absteigen kann. Das ist lächerlich." Werner Hermann, Spielausschuss Viktoria Hühnerfeld