1. Saarland

In Rekordzeit in eine neue Müll-Ära - mehr Wertstoff, weniger Müll

In Rekordzeit in eine neue Müll-Ära - mehr Wertstoff, weniger Müll

Wolfersweiler. Die schnelle Umsetzung und die Konzeption des Wertstoff-Zentrums Nohfelden durch den Entsorgungsverband Saar (EVS) erfuhr bei der offiziellen Einweihung rundum ein positives Echo. "Der Betrieb ist in der Rekordzeit von nur drei Monaten errichtet worden", vermeldete der EVS-Geschäftsführer Heribert Gisch. Er zählte auch sofort dessen logistische Vorteile auf

Wolfersweiler. Die schnelle Umsetzung und die Konzeption des Wertstoff-Zentrums Nohfelden durch den Entsorgungsverband Saar (EVS) erfuhr bei der offiziellen Einweihung rundum ein positives Echo. "Der Betrieb ist in der Rekordzeit von nur drei Monaten errichtet worden", vermeldete der EVS-Geschäftsführer Heribert Gisch. Er zählte auch sofort dessen logistische Vorteile auf. "Die Standorte für die Wertstoff-Zentren werden bewusst so zentral gewählt, dass sie für jeden Bürger in gut erreichbarer Nähe liegen", so der Geschäftsführer. In naher Zukunft werde saarlandweit an 21 Standorten der EVS, so Gisch, nach dem "Aldi Prinzip" - gleiche Preise und Öffnungszeiten - der Müll getrennt. "Mit unserem flächendeckenden Netz haben wir ein Angebot geschaffen, wie es noch nicht existiert hat", betonte Gisch. Der Entsorgungsbetrieb in Wolfersweiler soll die Sammelstelle für die Gemeinden Nohfelden, Freisen, Namborn und Oberthal werden. Neben Tholey und Marpingen ist Nohfelden das dritte von der EVS betriebene Wertstoffzentrum im Landkreis St. Wendel. Vertragspartner ist die Gemeinde Nohfelden, die mit dem EVS einen öffentlich-rechtlichen Vertrag abgeschlossen hat. Die Investitionskosten des Projektes belaufen sich auf 350 000 Euro. Mit maximal 230 000 Euro jährlich werden die Betriebskosten bezuschusst. "Ich sehe das Zentrum ist schon vor seiner Inbetriebnahme gut angenommen worden", freute sich Bürgermeister Andreas Veit über das große Interesse der Bevölkerung beim ersten Informationsaustausch. Auf dem Wertstoffhof warten ab heute nun Dutzende große und kleine Container in Reih und Glied auf Wertstoffe, die sich in 27 "Fraktionen" gliedern. Laut der Entgeltordnung ist das Entsorgen von Altreifen, gemischter Bau- und Abbruchabfällen, Altholz, Grünschnitt, Bauschutt, und Sperrmüll über zwei Kubikmeter ist kostenpflichtig. Container für schwere Abfallfraktionen sind über eine Rampe leicht erreichbar. Was genau entsorgt werden kann, ist an Ort und Stelle übersichtlich aufgelistet. Zwei Mitarbeiter der Gemeinde stehen den Bürgern zusätzlich beratend zur Seite. Ziel des Wertstoffhofs ist es, die abgelieferten Wertstoffe so sortenrein wie möglich aufzuarbeiten, um sie dann als Rohstoffe verkaufen zu können. Weg vom bloßen Einsammeln hin zur Verwertung, also einer noch selektiveren Trennung der Abfälle. "So wird qualifiziert und wertungshoch entsorgt. Man kann sich nicht mehr leisten, dass Wertstoffe in einer Deponie oder Verbrennungsofen landen", meinte Gisch. Ein weiterer Hintergrund seien die grundliegenden Veränderungen der Rahmenbedingungen in der Abfallbeseitigung. Die EVS-Wertstoff-Zentren seien das ideale Gegenstück zum ab 2011 geltenden mengenabhängigen Abfall-Gebührensystem, sie ermöglichte es den Bürgern, die Abfallmenge in ihrer Grauen Tonne zu reduzieren. frf

Auf einen Blick

Öffnungszeiten: Montag, Dienstag, Mittwoch, Freitag: zwölf bis 17 Uhr; Donnerstag: zehn bis 18 Uhr; Samstag: acht bis 16 Uhr. Kostenlos angenommen werden von Privathaushalten: Elektroschrott; Sperrmüll bis zwei Kubikmeter; Glas; Papier; Pappe; Eisen- und Buntmetallschrott; Korken; Speiseöle- und -fette; Styropor (ein Kubikmeter); Folien; Altkleider; Schuhe; Brillen. Kontakt: EVS Wertstoff- Zentrum Nohfelden, Gewerbegebiet Wolfersweiler Tel. (0 68 52) 85 51 06. frf