1. Saarland

HSG Nordsaar: Werkle geht, Gabler kommt

HSG Nordsaar: Werkle geht, Gabler kommt

Marpingen. Die Saison für die HSG Nordsaar in der Handball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar ist bereits gelaufen, der Wiederabstieg acht Spieltage vor Toresschluss so gut wie besiegelt. Dem Heimspiel gegen den HV Vallendar an diesem Sonntag um 17.30 Uhr in der Oberthaler Bliestalhalle kommt eigentlich keine besondere Bedeutung mehr zu

Marpingen. Die Saison für die HSG Nordsaar in der Handball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar ist bereits gelaufen, der Wiederabstieg acht Spieltage vor Toresschluss so gut wie besiegelt. Dem Heimspiel gegen den HV Vallendar an diesem Sonntag um 17.30 Uhr in der Oberthaler Bliestalhalle kommt eigentlich keine besondere Bedeutung mehr zu. Doch zwei Ereignisse am Rande der Partie sorgen noch einmal für Aufregung im Lager der Nordsaarländer: Einmal ist das die Rückkehr von Kapitän Jan Böing. Sein letztes Spiel bestritt der 25-Jährige am 22. Oktober beim HV Vallendar (26:37), ehe er wegen einer Leisten-Operation ganze 20 Wochen auf Handball verzichten musste. Bereits am vergangenen Wochenende meldete sich Böing eindrucksvoll mit acht Toren im Spiel der zweiten Mannschaft gegen Fraulautern (30:30) zurück. "Es war natürlich ein super Gefühl, vor allem weil man so lange auf diesen Moment hingearbeitet hat", freut sich der Rückraumspieler.Am Sonntag gegen Vallendar wird Böing jedoch eher nicht zum Einsatz kommen. Denn würde er am Sonntag in der Oberliga spielen, wäre er für den Rest der Saison für die zweite Mannschaft nicht mehr spielberechtigt. Die Verbandsliga-Truppe der Nordsaarländer kämpft noch gegen den Abstieg in die Bezirksliga. Zudem rechnet sich Werkle gegen den Tabellensechsten der Oberliga sowieso keine guten Chancen aus: "Wir haben in der Hinrunde trotz einer guten Halbzeit eine hohe Niederlage kassiert. Da wird wohl keine Überraschung drin sein."

Geht es um Dirk Werkle, geht es gleichzeitig auch um das zweite aufsehenerregende Ereignis bei der HSG Nordsaar: Der Trainer, der die HSG im vergangenen Jahr im vierten Anlauf in die Oberliga führte, wird den Verein nach zwei Spielzeiten zum Saisonende verlassen. "Seit ich 17 bin, betreibe ich diesen Sport mit drei bis vier Mal Training pro Woche. Aktuell fehlt mir die Motivation. Ich brauche auch einmal Zeit für die anderen Dinge des Lebens ohne Handballtermine im Hinterkopf", erklärt Werkle. Die Entscheidung, die Handballkarriere vorerst zu beenden, ist lange gereift: "Wir haben bereits vor der Saison Gespräche geführt, aber nach dem Aufstieg und der Euphorie wollte ich noch ein Jahr dranhängen." Seine jetzige Entscheidung hat Werkle dem Vorstand der HSG schon in der Winterpause mitgeteilt. Auch deswegen ist die Suche nach einem Nachfolger für die Verantwortlichen bereits abgeschlossen: Alexander Gabler soll nach Informationen der SZ neuer Trainer werden. Gabler ist derzeit noch für die erste Mannschaft des Verbandsliga-Tabellenführers HSG Ottweiler/Steinbach verantwortlich. Der 36-Jährige war bereits als Spieler für die Nordsaarländer aktiv, 2006 gelang sogar der Aufstieg in die Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar. Die offizielle Vorstellung Gablers soll am Sonntag im Rahmen des Spiels gegen Vallendar erfolgen.