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St. Ingbert dient als Drehkreuz für Puppen aus den Philippinen

St Ingbert. Die Produktion von Märchenpuppen sichert den Arbeiterinnen einer kleinen Firma bei Manila ihr Auskommen. Den Vertrieb der Figuren übernimmt der Saarländisch-Philippinische Freundeskreis mit Sitz in St. Ingbert. red

1128 Märchenpuppen aus den Philippinen sind jetzt per Luftfracht beim in St. Ingbert ansässigen Saarländisch-Philippinischen Freundeskreis eingetroffen. Seit Jahren gibt es hier diese Märchenpuppen zu kaufen. Sie finden ihren Weg bis Hamburg und Salzburg, bis Dresden und Luxemburg, sogar aus Amerika kamen schon Bestellungen. Hergestellt werden diese Puppen in einer kleinen Fabrik bei Manila, wo viele Frauen ein relativ geregeltes Einkommen haben. Gegründet wurde diese kleine Firma nach Angaben des Freundeskreises von der italienischen Nonne, Schwester Mary Sellinati im Jahre 1978. 1979 kam die spanische Nonne Carmen Arrechea dazu. Arbeitslosen Frauen eine Arbeit und somit auch eine Zukunft zu geben war das Ziel. Wie der Vorsitzende des Vereins, Franz-Josef Berwanger berichtete, sind die Arbeitsräume dort recht großzügig angelegt, es herrscht kein Druck, bestimmte Stückzahlen zu produzieren und auch die Kinder der Frauen können jederzeit hereinschauen. Dies schlägt sich allerdings dann auch in teureren Einkaufspreisen nieder. Chinesische Nähereien oder auch solche aus Bangladesch könnten diese Puppen zum Teil zu einem Viertel des Preises dieser Näherei anbieten. Dies wird aus vielen Gründen aber nicht gewollt, denn der Verein möchte zu fairen Bedingungen einkaufen, gleichzeitig die Philippinen unterstützen und auch guten Gewissens diese Puppen hier anbieten. Figuren aus vielen deutschen Märchen, aber auch biblische Geschichten sind im Programm.

Informationen bei Franz-Josef Berwanger, Tel. (01 71) 9 53 16 65.