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Ortsrat Hassel
Breitbandausbau: Hasseler müssen selbst aktiv werden

Hassel. (con) Die Hasseler möchten vom digitalen Fortschritt genau so profitieren wie das größere St. Ingbert. Deshalb freuten sie sich zu hören, dass die Telekom im Rahmen der landesweiten Breitbandausbaumaßnahme im Sommer den Zuschlag für den Saarpfalz-Kreis erhielt. Nun wünschte der Ortsrat von der Verwaltung Informationen darüber, ob auch Hassel zu den Ausbaugebieten des Förderprogramms zählt und wie die Zeitschiene für einen Ausbau in Hassel wäre. Von Cornelia Jung

(con) Die Hasseler möchten vom digitalen Fortschritt genau so profitieren wie das größere St. Ingbert. Deshalb freuten sie sich zu hören, dass die Telekom im Rahmen der landesweiten Breitbandausbaumaßnahme im Sommer den Zuschlag für den Saarpfalz-Kreis erhielt. Nun wünschte der Ortsrat von der Verwaltung Informationen darüber, ob auch Hassel zu den Ausbaugebieten des Förderprogramms zählt und wie die Zeitschiene für einen Ausbau in Hassel wäre.


Ernüchternd hieß es in der Mitteilung aus dem Rathaus, dass der Ortsteil Hassel nicht zu den Ausbaugebieten dieses Programmes gehöre. Auf einem mitgelieferten (Stadt-) Plan waren die vorgesehenen Gebiete rot gekennzeichnet, darunter eine größere Fläche im Osten beziehungsweise Westen St. Ingberts, eine kleinere im Industriegebiet von Rohrbach und zwei Bereiche in Oberwürzbach. Hassel? Fehlanzeige.

Im Schreiben hieß es weiter, dass in Hassel ein „eigeninitiativer Ausbau der Telekom bis Ende 2018 erfolge“. An diesem Satz entzündete sich im jüngsten Ortsrat die Diskussion. „Das Ganze ist ernüchternd“, sagte der Ortsvorsteher, „der letzte Satz ist ja ungefähr so zu deuten, dass es schneller geht, wenn sich viele melden.“ Er werde mal nachfragen, wie man sich den eigeninitiativen Ausbau vorzustellen hat, so Markus Hauck. Wie der Ortsvorsteher klarstellte, heiße diese Bemerkung der Verwaltung aber nicht, dass Hassel den Breitbandausbau prinzipiell nicht bekomme, man wolle aber wissen, wie diese gemeint sei, um sich aktiv bemühen zu können. Bisher verstehe man es so, als dass man „auf einen Zug aufspringen“ solle, als Trittbrettfahrer des Breitbandausbaus sozusagen.